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21.614 mal "Ja" für Kinder - 19.07.10

Spitze: Für Kinder mit HIV/Aids engagierten sich Vorarlbergerinnen und Vorarlberger aller Altersklassen und unterschrieben die "HAART for Children Petition". Mit ihrer Unterstützung zeigen sie sich nicht nur mit den erkrankten Kindern solidarisch, sondern fordern stellvertretend für sie auch das Recht auf bestmögliche Grundversorgung ein. Beim Weltaidstag in Wien fand die offizielle Übergabe ans Außenministerium statt.

Samstag Mitternacht: Fünf Mädchen machen sich bereit, sie fahren mit dem Zug nach Wien. Im Gepäck: 21.614 Unterschriften aus Vorarlberg. Ihr Ziel: Die internationale Aidskonferenz in Wien. Lena Neururer, Nina Schläfer, Hannah Amann, Laura Dueler und Isabella Köb folgen einer Einladung zum Abschlussevent der Caritas Kampagne "HAART for Children". Monatelang sind sie, wie rund 5.000 andere Kinder und Jugendliche, in Vorarlbergs Städten und größeren Gemeinden unterwegs gewesen und haben Unterschriften für das HAART-Projekt gesammelt. Vor Augen, das klare Ziel: "Aufzuklären und die Motivation, die Situation von HIV-positiven Kindern und AIDS-Waisen zu verbessern.
 
Engagement für Kinder
Seit acht Monaten läuft die HAART-Kampagne der Caritas, mit der sie Politikerinnen und Politiker dazu aufruft, umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von HIV-infizierten Kindern und Aids-Waisen voranzutreiben. Die Anzahl der Unterschriften spricht für sich: "Wir wollten sehr viele Menschen erreichen und über die Situation an HIV/AIDS erkrankter Kinder informieren. Dieses Ziel wurde übertroffen", freuen sich Michael Zündel und Irene Kurz, die Projektkoordinatoren von der Caritas Auslandshilfe. "Die Mithilfe der Menschen zog sich quer durch alle Altersstufen und Institutionen von Schulen, Krankenhäusern, über Pfarreien, Vereine, LaufWunder-Projekte bis zu Gemeinden. So konnten ungefähr 150.000 Menschen über die Notlage dieser Kinder in Afrika informiert werden", so die Verantwortlichen. Auch in Wien wurden Unterschriften gesammelt, die bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Montag zusammen übergeben wurden. Lena, Nina, Hannah, Laura und Isabella haben ihren Teil zum Gelingen beigetragen: Sie gestalteten, neben 15 weiteren Jugendlichen, für die Abschlussperformance ein Highlight mit Tanzeinlagen, einem Clip zur HAART Kampagne und einer Fashion Show. Die Petition konnte die Sektionsleiterin der Botschaft, Dr. Irene Freudenschuss-Reichl, aus den Händen von Caritas Präsident Franz Küberl mit der klaren Forderung zur Umsetzung entgegennehmen. Neben dem besseren Zugang zu antiretroviralen Medikamenten und HIV-Tests für alle Kinder fordert die Caritas vermehrte Maßnahmen zur Verhinderung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind. Zudem sollen zehn Prozent der weltweiten HIV/AIDS-Gelder für den Schutz, die Versorgung und die Ausbildung für Aidswaisen aufgewendet werden. Damit die Forderungen auf internationaler Ebene auch umgesetzt werden, wird die Caritas ihre Anwaltsfunktion für Kinder aktiv wahrnehmen.
 

 

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