Nahrungsmittelnothilfe in Siraro

Nahrungsmittelhilfe für über 14.000 Personen aus bäuerlichen Familien im südlichen Äthiopien
Laufzeit September bis Dezember 2011
Projektpartner: Diözese Meki

Im  Süden Zentraläthiopiens haben die dort lebenden Bauernfamilien durch die  Dürre und andere Wetterkapriolen ihre Lebensgrundlage verloren - die Vorräte an Mais wurden verbraucht, das Vieh weitgehend verkauft.

Über 14.000 Personen erhalten derzeit durch die Diözese Meki im Rahmen von Nahrungsmittelverteilungen Getreide, Famix (= Nahrungsergänzungsmittel), Bohnen und Speiseöl. Spezielles Augenmerk wird dabei auf Kinder, schwangere Frauen und ältere Personen, gelegt.

In weiterer Folge soll in diesem Gebiet ein Vorsorgeprojekt  durchgeführt werden, um für die Bauernfamilien langfristig und nachhaltig Nahrungsmittelsicherheit herzustellen. 

GEPLANT: Katastrophen-Vorsorgeprojekt Siraro Woreda "Getreidebanken und Genossenschaften"
Start 2012, Laufzeit noch offen, langfristig
Projektpartner: Diözese Meki

Mit der Diözese Meki hat die Caritas Vorarlberg in den vergangenen Jahren in den Gebieten um die Stadt Meki ein Programm zur Stärkung der lokalen bäuerlichen Strukturen durchgeführt, dass sehr erfolgreich war.

Dabei werden Bauern in Genossenschaften zusammengefasst, die gemeinsam und eigenverantwortlich die Produktion und die Vermarktung ihrer Produkte übernehmen. Gleichzeitig werden durch sogenannte "Getreidebanken" (gemeinschaftlich verwaltete Getreidespeicher) die Voraussetzungen geschaffen, dass die Bauern für zukünftige Wetter- oder Marktschwankungen gewappnet sind und Vorsorge treffen können. Durch die Getreidebanken wird es den Bauern ermöglicht, ihre Ernte "zu sparen" und zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt zu verkaufen bzw. einen Teil ihrer Ernte wieder für die kommende Aussaat abzuziehen.

In den vergangenen Jahren konnten einzelne Bauerngenossenschaften über 17.000 Mitgliedern gewinnen und durch gemeinsame Vermarktung zur Verbesserung der Einkommenssituation beitragen. Bemerkenswert dabei ist, dass in manchen Gebieten mehr als 1/3 der Genossenschaftsmitglieder Frauen sind.

 

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