Aktuelle News im Überblick
Aktuelle News Juli bis Oktober 2010
Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti geht in die nächste Phase
Am 7.Oktober hat der Lenkungsausschuss (Land Vorarlberg, Caritas, Rotes Kreuz und Vorarlberger Nachrichten) grünes Licht für die Unterstützung des Wiederaufbauprogrammes der Caritas Österreich in Haiti gegeben. Aus Vorarlberg werden 600.000 Euro für das ca. 4,3 Mio umfassende Wiederaufbauprogramm beigesteuert. Der Wiederaufbau findet in den Bezirken Morne à Bateau/ Gemeinde Gressier statt. Es wird - je nach Größe der Familien - 3 verschiedene Größen von Häusern geben (Grundtyp 19 m²). Die Bauzeit beträgt knapp 3 Wochen für ein Haus, Eigenleistungen der Familien erfolgen unter Aufsicht eines Bauteams. Die Baustoffe werden in Haiti besorgt. Die Häuser werden erdbebensicher und wirbelsturmsicher gebaut. Neben dem Wiederaufbau der Wohnhäuser wird die Caritas die Menschen bei landwirtschaftlichen Aktivitäten mit Werkzeug, Kleinvieh und Saatgut unterstützen.
Pakistanhilfe der Österreichischen Caritas
Mitte August flog unser Katastrophenhilfe-Experte Thomas Preindl nach Pakistan, wenig später auch die Kommunikatorin, Monika Kalcics. Die Delegierten haben mittlerweile einen umfassenden Überblick über die Situation gewonnen und mit insgesamt vier lokalen und einem internationalen Partner Abkommen geschlossen. Insgesamt wurden inzwischen (Stand 1. September 2010) 1,7 Millionen Euro als Projekte identifiziert, Schwerpunkte liegen im Bau von Übergangsbehausungen, Wiederherstellung von Infrastruktur zur Wasserversorgung (inkl. Brückenbau). Verteilung von landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut und der Verteilung von den notwendigsten Gütern des täglichen Bedarfs. Insgesamt versorgt das Netz der Caritas bisher mehr als 30.000 Familien.
18. Veranstaltungsjahr von Kultur.LEBEN
Im bereits 18. Veranstaltungsjahr von Kultur.LEBEN sind heuer ganz besonders hochkarätige Künstlerinnen und Künstler zu Gast. Der Reinerlös der Veranstaltungsreihe kommt Aidswaisenkindern in Äthiopien zugute. Jetzt im Herbst sind noch einige weltbekannte KünstlerInnen wie die österreichische Star-Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager am 23. Oktober, die heuer auch bei der Schubertiade war, Schauspieler Klaus Maria Brandauer am 6. November, oder auch der Vorarlberger Gitarrist Alexander Swete, im Duo mit Martin Schwarz, am 20. November.
Unsere Begegnungen mit Äthiopien II
Dr. Bruno Renner und seine Frau Marlene berichteten über ihre bisherigen drei freiwilligen medizinischen Einsätze in Äthiopien
Am 22. und am 24. September 2010 berichteten das Ärzteehepaar Dr. Bruno und Marlene Renner im Pfarrsaal in Frastanz über ihre beeindruckenden Erfahrungen, die sie seit zwei Jahren während bisher drei freiwilligen Einsätzen in verschiedenen Gesundheitsstationen in Südäthiopien gemacht haben. Beim ersten Vortrag im Rahmen des Seniorennachmittags waren es rund 70 Interessierte, am Freitagabend, dem 24. September sogar über 150, die sich anhand der Ausführungen und Bilder eine authentische Vorstellung über die Arbeit von Bruno und Marlene Renner machen konnten.
"Zentrales Problem ist das verschmutzte Wasser!"
So bringt es Dr. Bruno Renner während seines Vortrags auf den Punkt: "Eine Vielzahl aller Erkrankungen, seien es Infektionen, Entzündungen oder Wurmerkrankungen, ist eine Folgeerscheinung des verschmutzten Wasser, auf das die Menschen angewiesen sind."
Ehrenamtliche Einsätze als wesentliche Hilfe
Dank dieser ehrenamtlichen Einsätze und der tatkräftigen Unterstützung vieler überzeugter Spenderinnen und Spender sowie der Gemeinde und der Pfarre Frastanz leisten Marlene Bruno Renner einen sehr wesentlichen Beitrag, um die Basisgesundheitsversorgung der Menschen in der Diözese Awasa zu verbessern
Freiwilligenprogramm fürs Ausland erfolgreich gestartet
Im Juli 2010 sind bereits die ersten Freiwilligen des neuen Freiwilligenprogramms der Caritas Vorarlberg ins Ausland gestartet: 7 nach Ecuador, 3 nach Äthiopien, jetzt im Herbst folgt 1 nach Mosambik und 1 nach Rumänien. Weitere 5 für Äthiopien und 1 für Mosambik stehen schon in den Startlöchern. Im Oktober startete der 2. Zyklus der Vorbereitung. Die ersten Erfahrungsberichte hier:
"Für uns war der Aufenthalt in Äthiopien eine unglaublich wichtige und bereichernde Erfahrung. Das Kennenlernen einer so anderen Welt, die von großer Armut, aber auch von Menschen mit einem unglaublichen Lebenswillen und auch Lebensfreude geprägt ist, war beeindruckend und faszinierend. Die Arbeit mit den Kindern - das gemeinsame Singen, Basteln, Malen und Spielen - war ein Geschenk. So viele strahlende Augen, so viel Lachen, so viel Dankbarkeit - heuer war für uns im Juli/August Weihnachten", so Gudrun und Eva-Maria "Und das Kinderlachen das größte Geschenk!"
"Wir haben mit den Kindern Spielzeug aus Plastikflaschen oder Jasskarten gebastelt, Schmuck gefilzt oder Lieder gesungen. "Fahr ma’ noch a kläle, mit am Wäldar Isabähle" haben die Kinder nach unserem Aufenthalt singen können, und freudestrahlend dabei geschunkelt. Und wir haben nie auch nur ein Wort Gejammer von den Kindern gehört", erzählt Gudrun weiter. Kinder, die in Hütten aus Plastikplanen in den Slums von Addis Abeba leben.
Die Studentin Alexandra aus Bludesch half über den Sommer 3 Monate lang in einem Caritasprojekt in Cuenca/Ecuador mit. "Die Mädchen, denen ich hier helfe, haben Gewalt erfahren oder andere schwierige Situationen erlebt. Ich unterrichte sie in Englisch, helfe ihnen bei den Hausaufgaben und arbeite bei kreativen Tätigkeiten mit: Basteln, Malen, Handarbeiten und vieles mehr. Die größte Herausforderung während meines Einsatzes ist die große Geduld, die man braucht, und die vielen unvorhersehbaren Situationen, auf die man sich einstellen muss. Aber die Mädchen sind mir in der kurzen Zeit so ans Herz gewachsen, das hätte ich mir nie vorstellen können."
HAART for children Kampagne - gemeinsam sind wir zum Anwalt für 1,8 Millionen Kinder mit HIV/AIDS geworden und konnten 21.626 Unterschriften übergeben!
Mit der offiziellen Übergabe dieser 21.626 Unterschriften durch Caritas-Präsident Franz Küberl an die Vertreterin des österreichischen Außenministers, Dr. Freudenschuss-Reichl, im Beisein von John Hassell - Direktor von UNAIDS-USA, haben wir den zuständigen Gremien den Auftrag zur Übernahme von Verantwortung und politischem Handeln gegeben. - Damit ist ein erster, wichtiger Schritt getan, für den wir uns bei allen von Herzen bedanken möchten, die diese Kampagne mitgetragen haben.
Eines der Erfolgsrezepte dieser Kampagne war sicherlich das starke Engagement vieler Multiplikatoren, zu denen auch unser Team an freiwilligen MitarbeiterInnen gehört. Wir möchten anschließend nur eine kleine Aufstellung anführen, die eine klare Sprache spricht:
Überwältigende Solidarität für diese Kampagne
Vom Beginn am 01. Dezember 2009, dem Welt-AIDS-Tag, bis zum Übergabetag der Unterschriften, am 19. Juli 2010 im Rahmen der Welt-AIDS-Konferenz in Wien, haben sich an der Kampagne aktiv beteiligt:
- mehr als 50 Schulen in Vorarlberg
- die Krankenpflegeschulen Vorarlbergs
- der Studiengang "Soziale Arbeit" der FH Vorarlberg
- die Pfadfinder Vorarlberg
- die Katholische Jugend + Jungschar
- der Gemeindeverband Vorarlberg
- die Ärztekammer Vorarlberg
- die Pfarren Vorarlbergs
- der SCRA Altach
- der Vorarlberger Fußballverband
- der Landesfeuerwehrverband Vorarlberg
- Sozialeinrichtungen wie: VOKI Vorarlberg, AKS Vorarlberg
- die AIDS-Hilfe Vorarlberg
- die ÖBB in Vorarlberg und Fahrgäste der ÖBB
- die Krankenhäuser Feldkirch, Bregenz, Dornbirn, Hohenems
- der Verein "Brücke nach Äthiopien" österreichweit
- MulitplikatorInnen aus verschiedensten Abteilungen der Caritas
- ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Auslandshilfe und anderer Bereiche der
Caritas
Unser Team sagt allen, die mitgeholfen haben, nochmals von Herzen: Dankeschön!
Armenien - Migration und Entwicklung
Unser Projekt - "Verhinderung von Migration und Unterstützung von Rückkehrern" - unterstützt von der Regierung in Liechtenstein trägt schon Früchte. 2 Messen für Arbeitgeber und Arbeitssuchende wurden veranstaltet. Es gelang, die zentrale armenische Behörde für Arbeitsvermittlung als Partner zu gewinnen. Ebenso erhalten wir die Unterstützung der armenischen Zentrale der Sozialverwaltung. Kontakte mit der armenischen Diaspora in Wien und Paris (in Kürze auch mit Rom) wurden geknüpft, damit erhalten wir Unterstützung für den Existenzaufbau für Rückkehrer. Mehrere TV-Berichte zum Thema Migration und Rückkehrhilfe wurden lokal und landesweit ausgestrahlt und fanden großes Interesse. Über Arbeit kann sich das engagierte Team in Yerevan wirklich nicht beklagen.
