WELT AIDS KONFERENZ IN WIEN
Bis zur Übergabe in Wien konnten 21.626 Unterschriften für die HAART Kampagne gesammelt werden! Ein voller Erfolgt!
WELT AIDS KONFERENZ
Weltaidskonferenz 2010
Caritas-Präsident übergab 21.626 Unterschriften an Botschafterin Dr. Irene Freudenschuß-Reichl und forderte damit Regierungen und Pharmakonzerne auf sich für bessere Aidstherapien für Kinder einzusetzen.
"Mit diesen 21.626 Unterschriften fordern wir die Österreichische Regierung auf sich für HIV infizierte Kinder einzusetzen. Die Mädchen und Buben brauchen bessere, kindgerechte Therapien. Jeden Tag, den wir verlieren, sterben hunderte Kinder und jedes Kind ist eines zu viel", betont Franz Küberl bei der Übergabe an Botschafterin Dr. Irene Freudenschuß-Reichl, Leiterin der Sektion Entwicklungszusammenarbeit im österreichischen Außenministerium am Montag dem 19. Juli 2010 im Global Village der Internationalen Aidskonferenz. Küberl kritisiert auch heftig, dass Österreich als einziges OECD Land keinen Beitrag für den Global Aids Fund trägt, der eines der wichtigsten Finanzierungsinstrumente für die weltweite Aidsbekämpfung ist.
Kindgerechte Therapien
Die Unterschriften wurden in sechs Monaten von 5.000 Kindern, zahlreichen engagierten Menschen, Gemeinden, Pfarren und Ärzten im Rahmen der "HAART for children Kampagne" vor allem in Vorarlberg gesammelt. Sie mobilisierten Unternehmen, politische Vertreter und Medien und machten auf die schreckliche Situation von 1,8 Millionen HIV infizierter Kinder allein in Afrika aufmerksam. Noch immer haben 62% der Kinder in den ärmsten Regionen der Welt keinen Zugang zu den für sie überlebensnotwendigen Medikamenten. Statistisch gesehen stirbt eines von drei HIV-positiven Kindern vor seinem 1. Lebensjahr. "Es geht darum, dass kindgerechte Therapien und HIV-Tests entwickelt werden und wir möchten mit dieser Kampagne hier eine entsprechende Aufklärungsarbeit leisten", so Pfarrer Robert Vitillo, Aidsexperte der Caritas Internationalis zum Ziel dieser Kampagne.
Dr. Irene Freudenschuß-Reichl war vom großen Engagement der Kinder und Jugendlichen begeistert und versprach sich gemeinsam mit dem Minister für das Thema und die betroffenen Kinder einzusetzen.
Ein Herz für HIV-positive Kinder
HAART ist im Englischen ein Wortspiel: Es steht einerseits für die medikamentöse Behandlung von HIV-positiven Menschen ("Highly Active Anti-Retroviral Treatment") und andererseits für das englische Wort für Herz. Wir möchten mit unserer Kampagne Pharmakonzerne, Regierungen und die gesamte Menschheitsfamilie dazu ermuntern, ein Herz für HIV-positive Kinder zu zeigen", so Michael Zündel, der diese Kampagne gemeinsam mit den Jugendlichen vorangetrieben hat. "Viele Menschen haben nicht nur unterschrieben, sondern wollten sich auch als Multiplikatoren engagieren", so Zündel. Auch Laura Dueler aus Feldkirch in Vorarlberg hat fleißig Unterschriften gesammelt: "800 Kinder sterben jeden Tag weil es keine kindgerechten AIDS-Medikamente und Tests gibt. Um das zu ändern, tu' ich viel.", so die Begründung für ihr Engagement. Und die 17-jährige Lena Neururer verrät wie sie Unterstützer für ihr Anliegen gewonnen hat: "Zu Beginn ein Lächeln und dann gleich Fakten präsentieren."








