Im Norden Kenias sieht sich die Bevölkerung - vorwiegend Nomaden - zunehmender Wasserknappheit ausgesetzt, da die Regenfälle immer seltener werden. Viele Wasserstellen sind seit Monaten ausgetrocknet und selbst tief reichende Brunnen können den Bedarf an Wasser, der notwendig wäre, nicht mehr decken. Hunderte von Nomadenfamilien müssen mit ihren Vieherden immer größere Wegstrecken zu jenen Wasserstellen zurücklegen, an denen noch Wasser verfügbar ist. Das schwächt zum einen zusätzlich, zum anderen kommt es dabei unter den verschiedenen ethnischen Gruppen zusehend zu gewalttätigen Konflikten, wie auch Partner PISP bestätigt. Besonders betroffen sind die Distrikte Marsabit, Chalbi und Laisamis.
Wasserleitung in Untergrundtanks
Das Problem des Wassermangels kann jedoch auf einfache Art und Weise entschärft werden: Wasser wird während der Regenzeit an Berghängen aufgefangen und über Rinnen in große Untergrundtanks geleitet. Damit wird wertvolle Vorsorgearbeit geleistet, denn nur so steht das kostbare Gut den Viehnomaden auch in Zeiten der Dürre zur Verfügung. mehr
