"Nur wenn wir alles im Blick haben, können wir auf lange Sicht helfen", verweist Caritas-Direktor Martin Koné aus Bamako darauf, dass nicht nur die Wasserversorgung durch den Bau von Brunnen und Staudämmen sichergestellt wird, sondern auch neue Anbauflächen für Gemüse angelegt bzw. die BäuerInnen in neuen Anbaumethoden geschult werden.
Darüber hinaus werden gute Geschäftsideen, die die Chance auf ein gewisses Einkommen und damit einen Ausweg aus dem Armuts-Teufelskreis ermöglichen, unterstützt - wie die selbstverwalteten Getreidespeicher: Da die BäuerInnen meist dringende Ausgaben haben, müssen sie ihre geringe Ernte meist schnell verkaufen. So wird der Markt direkt nach der Erntezeit mit Getreide überschwemmt. Gut situierte Großhändler kaufen zu lächerlich niedrigen Preisen (rund 11 €/100 kg), lagern das Getreide in ihren privaten Speichern um es später - wenn wenig Getreide am Markt ist - zu einem Preis von 30 € bis zu 46 €/100 kg wieder zu verkaufen.
Die Errichtung selbst verwalteter - nicht auf Profit ausgerichteter - Getreidespeicher durchbricht diesen Armuts-Teufelskreis und vergrößert die Unabhängigkeit von Großhändlern.
Armutsreduktion: umfassend und nachhaltig
Wege aus der Armut
Ein Projekt der Caritas Innsbruck
© Caritas Innsbruck/Reuter
Armut kann viele Gründe haben. Zu wenig Wasser. Zu wenig Anbaumöglichkeiten. Zu wenig Bildung. Ungerechte Wirtschaftstrukturen.
