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Vergessen. Kinder und Familien in Armenien brauchen Hilfe! - 01.02.10

Caritas Vorarlberg bittet im Februar für Projekte in Armenien

 
Haiti ist nach der schrecklichen Erdbebenkatastrophe ein weltweiter Brennpunkt der Nothilfe. Aber auch in anderen Regionen der Erde sind Menschen auf Hilfe von Außen angewiesen. Die Caritas Vorarlberg bittet im Monat Februar deshalb für Kinder in Not in Armenien, um die dort betriebenen Projekte auch künftig sichern zu können.

"18 Grad minus hat es heute in der armenischen Stadt Gyumri", berichtet Norbert Mathis von der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg ganz aktuell. Auch wenn sich vor allem ältere Menschen vor den eisigen Temperaturen des armenischen Winters fürchten, sind sie nach dem bisherigen, milden Winterstart doch froh um Schnee. "Armenien hat ein kontinentales Klima, was extrem kalte Winter und heiße Sommer bedeutet. Wenn es wenig schneit, heißt das auch, dass es im Sommer zu wenig Wasser gibt und Ernteausfälle zu befürchten sind." Norbert Mathis hat sich vergangene Woche auch vor Ort über die Arbeit in den von der Caritas Vorarlberg unterstützten Projekten informiert.

• In Gyumri wurde etwa ein Zentrum für Kinder und Jugendliche mit geistiger und mehrfacher Behinderung geschaffen. 28 Kinder werden dort betreut und gefördert, durch die Tagesbetreuung werden die Familien erheblich entlastet.

• Ein weiteres, sehr positives Beispiel ist das Waisenhaus "Hope", in dem 80 Kinder ein neues Zuhause bekommen haben. Viele von den schwer traumatisierten Kindern sind bereits als Säuglinge oder Kleinkinder weggelegt worden. Die Caritas fördert die Kinder auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben.

• Bildung ist für Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft. Aus dieser Überzeugung heraus engagiert sich die Caritas auch für die Dorfschule in Vardakar. Hier sitzen die Schülerinnen und Schüler mit Handschuhen und Mützen in den eisigen Klassenzimmern. Es fehlt an Büchern und Schreibmaterialien und im Winter können viele Klassenzimmer gar nicht verwendet werden. Wenn die Kinder kein Heizmaterial von zu Hause mitbringen, kann auch nicht geheizt werden. Und Brennholz ist bei den SchülerInnen zu Hause ebenso Mangelware wie in der Schule. Auch wenn sie in bitterer Armut aufwachsen - die Lebensfreude der Kinder ist dennoch ungebrochen. Und umso erfreulicher, wenn durch viele Spenden konkrete Hilfe möglich gemacht wird: Heizmaterialien sowie Bücher und Schreibmaterialien werden den SchülerInnen zur Verfügung gestellt. "Wir haben eigentlich ein gutes Schulsystem, fleißige Kinder und motivierte Lehrkräfte. Aber seitens des Staates ist - so lautet zumindest die Auskunft, die wir immer wieder erhalten - kein Geld vorhanden", berichtet der armenische Caritasdirektor Gagik Tarasyan.

• Ein weiteres Sozialprojekt in Vandzor mit dem Ziel, Jugendkriminalität zu verhindern, bietet Freizeit, Beratungs- und Bildungsangebote für junge Menschen. Dadurch konnte bisher das Leben von 300 Jugendlichen wieder in geordnete Bahnen gelenkt werden.

Ohne Hilfe bedeuten die kalten Wintermonate für viele Menschen großes Leid. Vor allem die Schwächsten - Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderung - leiden extrem unter der Kälte. Die Zusammenarbeit der Caritas Vorarlberg mit der Caritas Armenien funktioniert sehr gut und auf vielen Ebenen: Neben den Projekten für Kinder, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung werden auch ältere Menschen mit Heizmaterialien und Lebensmittelpaketen versorgt, Projekte im ländlichen Raum umgesetzt sowie Tages- und Gesundheitszentren geschaffen.

Caritas&Du! Schenken Sie Wärme!

 

Armenien
Armenien ist ein Land, das wirtschaftlich und politisch in besonderer Weise von der Auflösung der Sowjetunion betroffen war und immer noch ist. Neben den Problemen, die sich bei der Umstellung zu einer freien Marktwirtschaft ergeben, kam der Konflikt um Bergkarabach mit Aserbeidschan erschwerend hinzu. Der Handel in Armenien leidet unter diesem Konflikt, denn durch ihn sind nur die Grenzübergänge nach Georgien im Norden und zum Iran im Süden geöffnet.

Ein Erdbeben im Jahr 1988 hat zudem viele Hoffnungen zunichte gemacht und auch vom Niedergang des kommunistischen Systems haben bis heute nur ganz wenige Menschen profitiert. Hunderttausende blieben auf der Strecke. Die Armut in Armenien ist dramatisch, die Winter kalt und sehr lang. Vor allem die Schwächsten - Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderung - leiden extrem unter der Kälte.

Eine äußerst engagierte Caritas vor Ort arbeitet mit gezielten Programmen, die Verbesserungen im Sozial-, und Gesundheitssektor sowie die Verbesserung des Bildungssystems zum Ziel haben. Diese Projekte bringen Hoffnung und sind für die Betroffenen meist der einzig verbleibende Rettungsanker. Seit fünf Jahren wird diese Arbeit für Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderung und betagte ArmenierInnen von der Caritas Vorarlberg und der Caritas Tirol unterstützt.

Armenien
Lage: Südöstliches Europa, Nachbarstaaten sind Georgien, Türkei, Iran und Aserbeidschan
Fläche: 29.800 km²
Einwohner: 3 Millionen
Hauptstadt: Eriwan

 

 


Caritas&Du! Schenken Sie Wärme!
Spendenkonto: 40.006, Raiffeisenbank Feldkirch (BLZ 37422), Kennwort: Armenien
Kontakt: Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, Tel. 05522/200-1011, E-Mail: auslandshilfeping@caritaspong.at, www.caritas-vorarlberg.at

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