„Grünes Licht“ für ein stationäres Hospiz in Vorarlberg

22.12.12 / 08:22

Erfreuliche Weichenstellung von Seiten des Vorarlberger Landeshauptmanns Mag. Markus Wallner für die Errichtung eines stationären Hospizes im Land. Die Verhandlungen zur Konkretisierung des Projektes sollen auf seinen Wunsch hin mit Jahresbeginn 2013 starten. Damit erfüllt sich ein langjähriges Anliegen von Hospiz Vorarlberg.

 

Grund zur Freude bei Hospiz Vorarlberg: Landeshauptmann Markus Wallner befürwortet die Errichtung eines stationären Hospizes in Vorarlberg. Somit geht ein lang gehegter Wunsch der Caritas in Erfüllung. „Das `Ja´ des Landeshauptmanns stellt einen wichtigen Schritt für die Realisierung dieses Vorhabens dar“, freut sich Caritasseelsorger Elmar Simma.
Als Standort für das stationäre Hospiz wird Hohenems ins Auge gefasst. Die geplante Hospizstation mit zehn Betten versteht sich als letztes Daheim für schwerkranke und sterbende Menschen, für die der Aufenthalt im Akutkrankenhaus, zu Hause oder im Pflegeheim keine Alternative mehr ist. Zusätzlich kann dadurch eine wichtige Entlastung im bestehenden Betreuungsnetz geschaffen werden.

Im Vordergrund steht, eine Atmosphäre des Geborgen-Seins sowie einen geschützten Raum für PatientInnen und Angehörige zu schaffen. „Neben der ambulanten und stationären Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen sowie Angeboten wie Hospiz für Kinder und das Mobile Palliativteam wird durch ein stationäres Hospiz eine Lücke geschlossen“, betont Caritasseelsorger Elmar Simma.

In Zusammenarbeit von qualifiziertem Betreuungspersonal und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sollen die Gäste des Hospizes sowohl auf fachlicher wie auf menschlicher Ebene entsprechende Unterstützung bekommen“, erläutert der Leiter von Hospiz Vorarlberg, Karl Bitschnau, die Rahmenbedingungen. Die Hospizstation sei auch ein wichtiges Zeichen, wie die letzte Lebensphase würdig gestaltet werden kann. Als Ort des Lernens sollen die Erfahrungen aus dem stationären Hospiz auch der Betreuung im Pflegeheim und zuhause zugute kommen.

 

Breite Unterstützung

Freudig begrüßt wird die Weichenstellung des Landeshauptmanns auch vom Förderkreis von Hospiz Vorarlberg – stellvertretend Obmann Dr. Peter Grabher sowie die Schirmherrin Frau Ilga Sausgruber -  der sich ebenfalls seit Jahren für die Errichtung eines stationären Hospizes in Vorarlberg eingesetzt hat. Der Caritas Vorarlberg ist die Umsetzung eines stationären Hospizes ein großes Anliegen und weiß in dieser Frage das große Engagement von pfarrlicher Seite und vieler SpenderInnen hinter sich.

Die Caritas engagiert sich mit „Hospiz Vorarlberg“ seit über zwanzig Jahren in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen. 25.800 Stunden standen die rund 200 ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen im vergangenen Jahr für Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen und deren Angehörige im Einsatz. Im Rahmen des Mobilen Palliativteams – einer Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Hohenems – werden Hausärzte und die Hauskrankenpflege sowie die Pflegeheime vor Ort unterstützt.