An einer gemeinsamen Zukunft bauen

28.01.13 / 11:08

"Emils Kleine Sonne" - in Armenien entsteht im Sommer 2013 ein Förderzentrum für Kinder mit mehrfacher Behinderung. Einzigartig dabei die Unterstützung aus Vorarlberg

Behindert zu sein galt und gilt zum Teil heute in Armenien noch als "Strafe Gottes". "Wir haben Kinder erlebt, die noch nie in ihrem Leben aus ihren Wohnungen herausgekommen sind und nur mit eigenen Familienangehörigen in Kontakt waren", erzählt Martin Hagleitner-Huber von der Caritas Auslandshilfe.

In Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens, entstand mit Unterstützung der österreichischen Caritas eine erste Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen: "Aregak". Der Name bedeutet übersetzt so viel wie "kleine Sonne" und bringt den betroffenen Familien tatsächlich Licht in ihr oft so düsteres Leben. In diesem Zentrum werden inzwischen 30 Kinder und Jugendliche betreut. Ziel der Tagesstätte ist es, den Kindern und Jugendlichen ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig auch die Eltern zu entlasten. Sie werden deshalb so gut wie möglich in die Therapiearbeit eingebunden.

"Der Erfolg dieser Einrichtung war beeindruckend", sagt Martin Hagleitner-Huber. Das Zentrum ist inzwischen ein Vorzeigeprojekt für ganz Armenien geworden. "Mit dem nun geplanten Neubau "Emils Kleine Sonne" kann nicht nur ein behindertengerechtes Gebäude mit Mehrfachnutzung bezogen werden, sondern mit der Ausweitung des Angebots ein Meilenstein in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung gesetzt werden."

Das gesamte Vorhaben zeigt gelebte Solidarität zwischen vielen sehr engagierten Menschen: So setzen sich verschiedene Unternehmen aus Vorarlberg für dieses Projekt ein. "Die Möglichkeit mit Benachteiligten zu teilen hat meinem Leben eine neue Dimension gegeben," sagt der Unternehmer Emil Nachbaur, der mit seiner Unterstützung den Grundstein für den Neubau legte.
Mit außergewöhnlichem Engagement setzen sich auch der Bludenzer Architekt Richard Nikolussi, Fensterbauer Roman Zech und "Dorfinstallateur" Arnold Feuerstein für das neue Förderzentrum ein. Geplant ist auch ein intensiver Austausch zwischen Österreich und Armenien. So sind unter anderem Begegnungen der Jugend, Freiwilligeneinsätze, eine Zusammenarbeit auf fachlicher Ebene, Lehrlingsaustausch, und vieles mehr geplant.

Das Zentrum birgt große Hoffnung für die Kinder, die hier betreut und gefördert werden können - und für deren Familien. Packen wir´s gemeinsam an!

Spendenkonto: 40.006, Raiffeisenbank Feldkirch, BLZ 37422
Kennwort: Kinderkampagne