„Keine Kluft der Ablehnung entstehen lassen“

31.01.13 / 09:07

Gemeinsam sind Gemeinde, Pfarre und Caritas bestrebt, nach dem Brandanschlag auf das Flüchtlingshaus das Miteinander in Batschuns zu fördern.  

Der Brandanschlag auf das Flüchtlingshaus am Wochenende hat die Gemeinde Zwischenwasser und besonders die Parzelle Batschuns tief erschüttert. Dass die Täter aus dem Ort stammen, macht betroffen. In einer gemeinsamen Aussendung an alle DorfbewohnerInnen appellieren nun Bürgermeister Josef Mathis, Pfarrer Placide Ponzo und der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Helmut Eiter, Brigitte Knünz von den Frohbotinnen sowie Caritasdirektor Peter Klinger und Caritasseelsorger Elmar Simma, das Miteinander in der Parzelle zu fördern: „Wir sind tief betroffen und schockiert über den Brandanschlag auf das Flüchtlingshaus in unserer Gemeinde. Gott sei Dank sind dabei keine Menschen zu Schaden gekommen.

Gleichzeitig berührt uns auch die große Akzeptanz und Unterstützung, die die Asylwerberinnen und Asylwerber bei uns erfahren. Das kam sehr eindrucksvoll in der großen Teilnahme an der Solidaritätskundgebung am Sonntagabend zum Ausdruck, wofür wir allen, die dabei waren, von Herzen danken. Es war ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit diesen Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten.“ Und weiter: „Weil die beiden Täter aus unserem Ort stammen, ist es uns ein ganz großes Anliegen, alles zu tun, damit sich in unserer Gemeinde nicht eine Kluft der Ablehnung und Verurteilung auftut. Einer der Täter hat sich der Exekutive gestellt und so wesentlich zur Aufklärung des Brandanschlags beigetragen. Die Angehörigen, die durch diese Tat selbst schwerstens belastet sind, brauchen gerade in solchen Zeiten Menschen, die auf sie zugehen und sie unterstützen.“

Gleichzeitig richten sie ihren Dank an die Exekutive für die schnelle Aufklärung des Brandanschlags und die sehr gute Zusammenarbeit. „Tun wir gemeinsam alles, um ein gutes Miteinander unter allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Batschuns, zusammen mit den Asylwerbern, die bei uns leben, zu fördern.“