„Es fehlt am Nötigsten …“

04.02.13 / 15:29

Überschwemmungen in Mosambik: 150.000 Menschen fliehen vor den Fluten

Die Lage im südlichen Afrika spitzt sich zu. Durch Hochwasser und Stürme wurden große Flächen in Mosambik überflutet. 70 Menschen sind bislang umgekommen, geschätzte 150.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und ihr Hab und Gut zurücklassen. „Betroffen sind in erster Linie Regionen um Flussbecken im südlichen und zentralen Mosambik, am Schlimmsten am Limpopo-Fluss, wo auch im Jahr 2000 die größte Zerstörung bei den damaligen Überschwemmungen zu verzeichnen waren“, berichtet Harald Grabher von der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg. „Die Stadt Chókwè wurde bis zu zwei Meter überflutet. Viele Stadtteile, besonders die der ärmsten Bevölkerung, wurden zerstört.“ Ebenfalls komplett evakuiert werden musste die Stadt Xai Xai – hier konnte aber ein Damm, der als Folge der Überschwemmungen vor zwölf Jahren erreichtet wurde, die größten Zerstörungen aufhalten.

Die betroffenen Menschen befinden sich in Auffang- und Notlagern. „Diese sind jedoch teilweise von der Situation überfordert. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Zelten, Decken sowie Koch- und Hygieneutensilien. Der Großteil der Menschen schläft in den Auffanglagern auf dem nackten Boden, unter Bäumen und ohne Schutz vor Kälte oder Moskitos“, erläutert Harald Grabher. Mit einer Entschärfung der Situation ist für die kommenden Tage noch nicht zu rechnen. Im Gegenteil: Weitere Niederschläge sind angekündigt, die Menschen müssen daher bis auf weiteres in den Auffanglagern ausharren.

Als langjähriger Partner von Mosambik hat sich die Caritas Vorarlberg bereits nach der Flutkatastrophe im Jahr 2000 engagiert. „Damals wurde mit Spenden aus Vorarlberg das Dorf Koko Missava am Limpopo wieder aufgebaut. Dieses Dorf ist von den heurigen Fluten nicht direkt betroffen, da es auf eine Anhöhe oberhalb des Flusses neu angesiedelt wurde“, weiß die Caritas zu berichten. Aktuell sind Hilfsmaßnahmen in der Provinz Gaza am Limpopo geplant. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen will hier die Caritas Vorarlberg rasch tätig werden. Dafür werden dringend Spenden benötigt.

SPENDENKONTO: Raiffeisenbank Feldkirch - Kennwort: Überschwemmungen Mosambik
Kto. Nr. 40006,  BLZ 37422