Unermüdliches Engagement für die Ärmsten

18.02.13 / 09:53

Der Dornbirner Norbert Mathis ist seit 18 Jahren für die Caritas Auslandshilfe ehrenamtlich im Einsatz. Es sind vor allem die Kinder, denen sein Herz gehört. Zahlreiche Projekte in verschiedenen Ländern hat er bereits begleitet. In Armenien engagiert er sich für Kinder und Jugendliche mit mehrfacher Behinderung, um ihnen ein  menschwürdigeres Leben zu ermöglichen.

Wie sind Sie zur Caritas gekommen?
Norbert Mathis: Ich hatte eine schwere Erkrankung und wurde operiert, danach war ich sehr beeinträchtigt, soweit, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Das war schlimm für mich, aber ich wollte trotzdem etwas tun. Die Caritas bot mir die Möglichkeit mich ehrenamtlich zu engagieren. Sehr bald fing ich in der Auslandsabteilung an, das lag wegen meines Berufes, bei dem ich international tätig war, sehr nahe.

Kinder liegen Ihnen sehr am Herzen!
Norbert Mathis: Ja, 2006 bin ich das erste Mal nach Armenien gereist. Als ich die Zustände dort sah, stand gleich für mich fest, dass dort etwas getan werden muss. Zuerst stellte sich die Frage, was ist die wichtigste Aufgabe? Es war das Engagement für die Ärmsten der Armen. In Zusammenarbeit mit der Caritas Armenien, die übrigens mit ganzem Herzblut bei ihrer Arbeit ist, haben wir verschiedene Projekte auf die Beine gestellt, vorwiegend für ältere Menschen und Kinder.  

Wie erleben Sie Ihre Arbeit heute?
Norbert Mathis: Immer noch als eine große Herausforderung. Armenien ist so arm, das kann man sich gar nicht vorstellen. Wir können bei unserem Einsatz nicht auf Unterstützung von der Regierung hoffen. Wir mussten quasi bei null anfangen. Mit Spenden aus Vorarlberg haben wir verschiede Projekte begonnen, z.B. Wasserversorgung in den  Bergregionen, Heizmaterial für ältere Menschen, später dann Rückkehrhilfe für Heimkehrer und die Tagesstätte für Kinder mit Behinderung.    

Sie meinen „Emils Kleine Sonne“?
Norbert Mathis: Ja, das ist der Neubau des Tageszentrums, das jetzt gerade entsteht und einen unglaublichen Fortschritt darstellt. Kinder, die von Geburt an behindert sind, vegetieren normalerweise in Armenien vor sich hin. Sie haben in der Gesellschaft keinen Platz und werden auch nicht gefördert.  Die Eltern sind total überfordert. Unsere oberste Priorität ist es, dass diese Kinder als Menschen akzeptiert und nicht als Monster oder Abfall der Gesellschaft behandelt werden. Die neue Einrichtung ist deswegen sehr wichtig. Hier haben Kinder in der Tagesstätte einen Platz - auch ihre Eltern müssen sich einbringen. In einem angeschlossenen Informationszentrum werden die Eltern aufgeklärt und in rechtlicher, therapeutischer aber auch medizinischer Hinsicht begleitet. Ebenso gibt es Therapie- und Fördermöglichkeiten für die Kinder.

Zur Person:
Norbert Mathis
Wohnort: Dornbirn
Geboren: Juni 1940
Familie: verheiratet, 2 Töchter, 5 Enkelkinder
Lebensmotto:  ich bin ein „hoffnungsloser“ Optimist

Helfen auch Sie, gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg, das Angebot der Tagesbetreuung für Kinder mit Behinderung in Armenien zu erweitern und ihnen zu Rechten wie Gesundheit, Bildung und gesellschaftlicher Gleichberechtigung zu kommen.   

Weitere Infos zum Projekt: www.caritas-vorarlberg.at.
Spendenkonto: 40.006, Raiffeisenbank Feldkirch (BLZ 37422)
Kennwort: Kinderkampagne