Überschwemmungen in Mosambik: Hilfe ist angelaufen

19.02.13 / 08:34

Die jüngsten Überschwemmungen in Mosambik haben massive Folgen für die Menschen vor Ort:

Fast 200.000 Menschen sind davon betroffen, allein in der Provinz Gaza gibt es bislang 91 Todesopfer. Geschätzte 150.000 Menschen sind momentan in Notlagern untergebracht, darunter fast 30.000 Kinder unter fünf Jahren.

Zahlreiche informelle Siedlungen sind entstanden, die kaum Infrastruktur aufweisen. Viele der Vertriebenen haben keinen Zugang zu Nahrung und sauberem Wasser, Notunterkunft oder sanitärer Versorgung. Viele Familien drängen sich ohne angemessene Unterkunft  zusammen, sodass sie anfällig für Krankheiten werden“, berichtet Harald Grabher von der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, der derzeit vor Ort tatkräftig mit anpackt. „Zwar gibt es einige Latrinen, diese sind aber nicht ausreichend für die Anzahl der Personen und kaum Privatsphäre. Darüber hinaus stellt stehendes Wasser in der Stadt Chokwe und im Camp Chiaquelane zusätzliche gesundheitliche Risiken in Form von Malaria, Dengue-Fieber und anderen Krankheiten dar.“

Die Caritas Vorarlberg unterstützt gemeinsam mit anderen Caritas Partnerorganisationen die Nothilfemaßnahmen in der Diözese Xai-Xai. Mit Hilfe von Spenden führt die Caritas Mosambik derzeit bereits ein Programm zur Ernährungssicherung für rund 2.400 Kinder sowie knapp 200 alte und kranke Personen durch.

Um die Hygienesituation den in den Notlagern zu verbessern und ansteckenden Krankheiten vorzubeugen wurden Latrinen gebaut, Trinkwasser und lebenswichtigen Medikamente verteilt. „Das katholischen Carmelo Krankenhaus im zuvor überfluteten Chokwe hat seit kurzem seine Türen wieder geöffnet und behandelt derzeit bis zu 500 Menschen pro Tag. Die Mehrheit der neuen Fälle Leiden an Durchfall und Malaria. Mitarbeiter im Krankenhaus haben Bedenken über einen Cholera-Ausbruch auch in Gaza geäußert, weiter im Norden von Mosambik grassiert die Cholera bereits. Deshalb sind schnell wirksame Hygienemaßnahmen besonders wichtig“, erläutert Harald Grabher.

Es werden nach wie vor Notunterkünfte benötigt, um den Menschen Schutz und Unterschlupf zu bieten. Die Versorgung mit Moskitonetzen ist eine dringende Notwendigkeit, um Malaria zu bekämpfen. Auch Trinkwasser und Maßnahmen im Bereich Hygiene und Gesundheit sind dringend erforderlich. „Obwohl das Hochwasser in den letzten Tagen zurückgeht wird es für viele Familien nicht möglich sein, in ihre früheren Unterkünfte zurückzukehren. Sie haben alles in den Fluten verloren und benötigen daher in den kommenden Wochen und Monaten weitere Unterstützung, um ihr normales Leben wieder aufnehmen zu können“, bedankt sich Harald Grabher stellvertretend für die Menschen vor Ort für die Solidarität der Vorarlberger Bevölkerung.

 

SPENDENKONTO: Raiffeisenbank Feldkirch
Kennwort: Überflutung Mosambik
Kto. Nr. 40006,  BLZ 37422