Etwas vom Erfolg zurückgeben

25.02.13 / 12:02

Ingenieurbüro Brugger aus Thüringen engagiert sich für ein Projekt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Armenien.  

„Es geht uns persönlich und unserem Unternehmen gut. Es ist uns ein Anliegen, auch etwas von unserem Glück zurückzugeben.“ Als der Bludenzer Architekt Richard Nikolussi auf Willi und Daniel Brugger mit der Bitte zukam, eine neu geplante Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in der armenischen Stadt Gyumri durch ihre Mitarbeit zu unterstützen, zögerte der Firmenchef Daniel Brugger vom Ingenieurbüro Brugger keinen Moment. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass das Unternehmen bei einem sozialen Projekt im Ausland selbst Hand anlegt. „Vor fünf Jahren haben wir geholfen, ein Labor in Nigeria aufzubauen.“

Behindert zu sein galt und gilt zum Teil heute in Armenien noch als „Strafe Gottes“. In Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens, entstand mit Unterstützung der österreichischen Caritas eine erste Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen. Das Zentrum platzte aus allen Nähten und Dank tatkräftiger Hilfe aus Vorarlberg – allen voran durch Reiseunternehmer Emil Nachbaur, der den finanziellen Grundstein für „Emils kleine Sonne“ legte – entsteht im heurigen Sommer ein neues Förderzentrum. Ziel der Tagesstätte ist es, den Kindern und Jugendlichen ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig auch die Eltern zu entlasten.

Für diesen Neubau übernimmt das Ingenieurbüro Brugger konkret den gesamten Bereich der Licht- und Elektroplanung bis hin zur Erstellung von Materiallisten. „Wir sind ein kleines Team mit insgesamt fünf Mitarbeitern. Alle haben dabei ihren Beitrag geleistet“, erläutert Daniel Brugger. Das neue Zentrum gilt als Vorzeigemodell in Armenien: „Mit dem nun geplanten Neubau „Emils Kleine Sonne“ kann nicht nur ein behindertengerechtes Gebäude mit Mehrfachnutzung bezogen werden, sondern mit der Ausweitung des Angebots ein Meilenstein in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung gesetzt werden“, betont der Leiter der Caritas-Auslandshilfe, Martin Hagleitner-Huber.