Zuhören, lernen, voneinander profitieren

26.03.13 / 09:30

Caritas geht neue Wege - Beim erstmals im Bildungshaus St. Arbogast durchgeführten „Generation Talk“ tauschten sich junge Menschen und Experten über ihre Vorstellungen von Zukunft aus.

„Ich habe sehr viel mitgenommen von diesen Tagen – auf vielen Ebenen. Es war eine sehr wertvolle Zeit.“ „Schön, dass ihr den Generation Talk ins Leben gerufen habt.“ Wenn der Gesamtverantwortliche des „Generation Talk“, Caritasmitarbeiter Bernhard Gut, solche und ähnliche Rückmeldungen bekommt, dann weiß er, dass er mit seinem Anliegen, den Austausch zwischen jungen Menschen und älteren Experten zu forcieren, um so gemeinsam ein Stück Zukunft zu gestalten, richtig liegt.

Was bewegt junge Menschen? Was sind die Themen, die sie beschäftigen? Und wie müssen die älteren Erwachsenen die Wege für die Zukunft gestalten? 70 junge Erwachsene – unter anderem Lehrlinge, Schüler und StudentInnen der Fachhochschule, der Pädagogischen Hochschule und der Krankenpflegeschule – diskutierten auf Einladung der Caritas Vorarlberg, der Fachhochschule und des Bildungshauses St. Arbogast über Themen, die ihnen unter den Nägel brennen. Mit dem Politikwissenschaftler Anton Pelinka, dem Theologen Romas Siebenrock, dem Sozial- und Gemeindepsychologen Heiner Keupp sowie der Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Marianne Gronemeyer, standen dabei hochkarätige ReferentInnen als Diskussionsteilnehmer zur Verfügung.

„Nur, weil ich das Glas nicht halb voll sondern halb leer sehe, heißt das noch lange nicht, dass ich überkritisch bin“, motivierte etwa Prof. Dr. Marianne Gronemeyer die jungen TeilnehmerInnen, „Stachel zu setzen“. Und was sind die Herausforderungen, die die junge Generation beschäftigen? „Es wird für uns immer schwieriger zu entscheiden, was ich mit meinem Leben anfangen will. Auf der einen Seite steht uns die ganze Welt offen, auf der anderen Seite überfordert das auch“, fasste etwa eine junge Studentin zusammen. „Für mich ist es schwierig, meine ideellen Werte mit meinem Leben zu paaren. Mein Anliegen, wie ich ein faires Leben führen kann, ist nicht einfach zu erfüllen, das hat auch viel mit Konsum zu tun“, nannte eine Studentin das Beispiel vom Fair-Trade-Einkauf, der für sie oftmals schlichtweg nicht finanzierbar ist. Einig waren sich die TeilnehmerInnen darin, dass alle Menschen mehr Verantwortung für die Welt und für die Umwelt übernehmen müssen. „Ich kann vielleicht nicht ein perfektes Leben gestalten, aber doch besser als schlecht“, resümierte ein weiterer Teilnehmer mit Humor. Apropos Resümee: Dieses fiel insgesamt sehr positiv aus: „Voneinander lernen und voneinander wissen – das ist ein guter Zugang, um die Zukunft zu gestalten.“