Hospizarbeit im Mittelpunkt

16.04.13 / 10:04

Hospiz Vorarlberg verteilte am vergangenen Wochenende 4.000 Blumengrüße und machte gleichzeitig auf ihre Anliegen aufmerksam.

Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Nussbaumer war ebenso dabei wie Landesrat Christian Bernhard, zahlreiche Vorarlberger Bürgermeister, Caritasdirektor Peter Klinger und Caritasseelsorger Elmar Simma - Sie alle standen am vergangenen Samstag in Vorarlbergs Innenstädten und verschiedenen Gemeinden für ein gemeinsames Anliegen ein: die Arbeit von Hospiz Vorarlberg zu unterstützen. 4.000 Fair-Trade-Rosen – gratis zur Verfügung gestellt von SPAR Vorarlberg - wurden an Passanten verteilt, dabei wurde auch die Gelegenheit genutzt, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und auf die Anliegen von Hospiz Vorarlberg aufmerksam zu machen.

Wie sehr die Menschen unsere Arbeit schätzen, sieht man an einem solchen Tag“, freut sich der Leiter der Hospizbewegung, Karl Bitschnau, über ein positives Echo. Die Blumen, die gegen eine Spende verteilt wurden, fanden sehr guten Absatz. „Unsere ehrenamtlichen HelferInnen, darunter auch sehr viele Kinder und Jugendliche, haben tolle Arbeit geleistet und die Menschen auf die Belange der Hospizbewegung aufmerksam gemacht“, dankt Karl Bitschnau den Freiwilligen für ihr großes Engagement. „Es macht Spaß und die Leute sind sehr freundlich“, erzählt etwa Xaver Natter, der heuer zur Firmung kommt und dessen Gruppe die Beteiligung am Aktionstag als Sozialaktion gewählt hat. „Ich unterstütze die Aktion gerne. Es ist wichtig, dass Menschen, die sterben müssen, auch eine gute Betreuung bekommen“, begründet die elfjährige Anna Egle ihren Einsatz.

Hospiz Vorarlberg setzt sich mit seinen rund 200 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für schwer kranke und sterbende Menschen sowie für deren Angehörige ein. Alles zu tun, um die bestmögliche Lebensqualität bis zuletzt zu gewährleisten, ist das Hauptanliegen von Hospiz Vorarlberg.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand heuer die geplante Umsetzung eines stationären Hospizes. „Wenn die Medizin an ihre natürlichen Grenzen stößt und Heilung nicht mehr möglich ist, ist es wichtig einen Raum zu schaffen, in dem die Würde und Geborgenheit für Patienten in ihrer letzten Lebensphase im Mittelpunkt stehen. Ein stationäres Hospiz trägt diesem  wichtigen Bedürfnis Rechnung“, erläutert der Leiter von Hospiz Vorarlberg, Dr. Karl Bitschnau. Derzeit werden Gespräche mit dem Land  über die konkrete Umsetzung geführt. Ein Anliegen, das breite Unterstützung findet: „Es ist immer wichtiger, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase liebevoll und kompetent begleitet werden. Es ist eine große Unterstützung für pflegende Angehörige. Aber auch für mich als Seelsorger ist es beruhigend, wenn ich weiß, dass die betroffenen Menschen gut begleitet werden“, erläutert etwa der Bludenzer Dekan, Pfarrer Peter Haas.

 

Hospiz Vorarlberg
Maria-Mutter-Weg 2, 6800 Feldkirch
T: 05522/200-1100

www.hospiz-vorarlberg.at
SPENDENKONTO: Sparkasse Feldkirch (BLZ 20604), Kto. 3100-223134