Arbeitsplätze sind ein knappes Gut

06.05.13 / 14:22

Mit Anfang Mai startet carla Vorarlberg zusammen mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Land eine Beschäftigungsmaßnahme für arbeitssuchende Menschen über 45 Jahre. Das Social Business der Caritas Vorarlberg geht zudem neue Wege der sozialen Personalvermittlung.

31.620 Personen waren 2012 mindestens einen Tag beim AMS als arbeitslos gemeldet. Dieser Zahl gegenüber stehen 238.325 erwerbsfähige Personen, die in Vorarlberg leben. Das bedeutet, dass fast jede/r siebte erwerbsfähige Vorarlberger/in 2012 einmal arbeitslos war. Bei 8.845 vorgemerkten Arbeitslosen und 1.862 offenen Stellen ergibt sich hier rechnerisch ein „Andrang“ von 4,8 arbeitslosen Personen auf eine Stelle. „Wie diese Zahlen zeigen, sind Arbeitsplätze ein knappes Gut. Vor allem für ältere und niederqualifizierte Menschen ist es schwierig, einen Job zu finden. Unsere Maßnahmen sind die Antwort auf den vergangenen Sozialpartnergipfel“, erklärt Karoline Mätzler, Fachbereichsleiterin für Arbeit und Qualifizierung der Caritas, der carla Vorarlberg. Carla startet nun eine Offensive in der Personalvermittlung und -entwicklung wie der Betrieblichen Sozialarbeit. Außerdem erweitert carla das bestehende Angebot an Beschäftigungsprojekten in Zusammenarbeit mit dem AMS und dem Land Vorarlberg: Mit einer längerfristigen Beschäftigungsmöglichkeit für Frauen über 45 Jahren ergänzt carla die bestehenden Beschäftigungsprojekte für Jugendliche und Erwachsene.

Soziale Personalvermittlung
Mit der Offensive der carla Personalvermittlung setzt carla eine weitere Maßnahme, arbeitslose Menschen in den Arbeitsmarkt zu vermitteln und Unternehmer/innen zu unterstützen. Es ist eine kostenlose Dienstleistung für Betriebe jeder Größe. Eines dieser Unternehmen ist SPAR Vorarlberg, das bereits sieben Personen eingestellt hat. Martin Peter, Lagerlogistikleiter der Spar Zentrale Dornbirn erklärt, warum: „Von carla bekommen wir gezielt Personen vorgeschlagen, die auf unsere Jobprofile passen. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht und sind sehr zufrieden mit den vermittelten Personen.“ Karoline Mätzler fügt hinzu: „Uns ist der Schulterschluss und Bündelung der Kompetenzen zwischen Wirtschaft und Sozialem wichtig. Wir wollen noch mehr Unternehmen gewinnen, um gemeinsam dem Thema Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Neues Beschäftigungsmodell
carla qualifiziert und vermittelt langzeitarbeitslose Menschen für und in den ersten Arbeitsmarkt. Doch auch bei gezielten Förderungen und sozialarbeiterischer Unterstützung wird es immer Menschen geben, die nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Vor allem ältere Menschen mit langfristig eingeschränkter Arbeitsfähigkeit sind davon betroffen. „Für diese Personen schaffen wir weitere Arbeitsplätze zusammen mit dem AMS und dem Land Vorarlberg in Form eines neuen Beschäftigungsprojektes. Durch Beschäftigung sowie soziale und psychische Stabilisierung wird die Arbeitsfähigkeit erhalten, die Grundversorgung der Betroffenen gesichert und damit langfristig die öffentliche Hand entlastet." 

carla 45+:
15 neue Vollzeitarbeitsplätze
für ältere Menschen (vorwiegend Frauen) mit langfristig eingeschränkter Arbeitsfähigkeit, die bedarfsorientierte Mindestsicherung beziehen.
Beschäftigungszeit: mindestens 24 Monate

Weitere Informationen:
Fachbereich Arbeit & Qualifizierung der Caritas Vorarlberg
Karoline Mätzler
T 0664 8530310