Kompass: Ziel ist ein fixer Arbeitsplatz

15.05.13 / 10:02

Junge Menschen mit Lernschwierigkeiten werden im Projekt Kompass der Caritas auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleitet und qualifiziert.

Martin ist 19 Jahre alt und arbeitet im SPAR Markt in Nüziders. Dort hat der junge Mann einen integrativen Arbeitsplatz. Gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten wurde Martin im Rahmen der Kompass Qualifizierung zwei Jahre lang intensiv auf das Berufsleben vorbereitet, qualifiziert und begleitet.

Die Jugendlichen haben unterschiedliche Geschichten und dennoch eines gemeinsam: Ihr Ziel ist ein integrativer Arbeitsplatz, um so die individuellen Berufswünsche umsetzen zu können.

Vier Tage in der Woche arbeiten sie an einem Ausbildungsplatz, beim wöchentlich stattfindenden Seminartag lernen sie mit unterschiedlichen Alltagssituationen umzugehen. Was für viele selbstverständlich ist, wird hier gemeinsam geübt. Das fängt mit Busfahren an und hört bei Online-Banking oder Konfliktbewältigung auf. Das Augenmerk liegt bei der Persönlichkeitsbildung und der Förderung der sozialen Kompetenz“, umreißt die Projektverantwortliche Marina Zugg die vielseitigen Themen.

Parallel dazu erhalten die Jugendliche auch Assistenz, also Unterstützung bei der persönlichen Zukunftsplanung sowie direkte Begleitung bei verschiedenen Praktika.

Martin hat nach Absolvierung der Qualifizierung einen Arbeitsplatz gefunden. Nach dem zweiwöchigen Schnupperpraktikum war er Feuer und Flamme für seinen neuen Job. Mit seinen Kollegeninnen und Chefin Sabrina kommt er bestens aus, wie er verrät. „Meine Aufgabe besteht darin, die Ware in die Regale zu verstauen. Ich helfe, wo ich kann“, sagt Martin nicht ohne Stolz - von der anfänglichen Unsicherheit ist nichts geblieben. Den Großteil seiner Aufgaben bewältigt er bereits alleine. 20 Stunden pro Woche arbeitet er im SPAR Markt - seine Freude darüber ist ungebremst. Einmal pro Woche kommt Mentorin und Integrationsassistentin Ruth Meya-Wachter, steht zur Seite bei Fragen und unterstützt Martin beiBedarf.

Der „Kompass“ bietet zwei Möglichkeiten:

  1. Neben der zweijährigen Qualifizierung, die sich vorrangig an Schulabgänger/innen richtet,
  2. auch die direkte Unterstützung bei der Arbeitssuche und am Arbeitsplatz.
    „Hier probieren unsere Kundinnen und Kunden verschiedene Berufe aus – wir begleiten entsprechend“, erklärt Marina Zugg. “ Sehr gerne kommen wir dabei auch mit interessierten Firmen ins Gespräch. Wir sind bemüht, dass die Zusammenarbeit für alle Beteiligten von Nutzen ist.“

Übrigens die Kompass Qualifizierung beginnt im September 2013, ein Einstieg in Qualifizierung und Assistenz ist jederzeit möglich.

 

Interessiert?
Kompass – Wege in die Arbeitswelt
Bereich Menschen mit Behinderung
Kapuzinerstraße 6, 6700 Bludenz
T 05522-200 2051 oder 0664 82 40 121