Flüchtlingshaus „Maria Rast“ in Schruns schließt seine Pforten

19.07.13 / 11:37

Die befristete Nutzung der ehemaligen Nachsorgeeinrichtung des Landes-krankenhauses „Maria Rast“ in Schruns läuft wie geplant Ende des Jahres aus. In diesen Wochen startet nun der schrittweise Umzug der 31 BewohnerInnen. Insgesamt fanden 250 Flüchtlinge hier Zuflucht und Dank der großartigen Unterstützung aus der Bevölkerung ein Zuhause auf Zeit.  

Während der letzten neun Jahre war das Haus „Maria Rast“ in Schruns ein vorüber-gehendes Zuhause für insgesamt rund 250 Flüchtlinge. Da der Vertrag mit den Hauseigentümern wie geplant endgültig ausläuft, wird das Haus „Maria Rast“ mit Ende des Jahres geschlossen.  Mit der Mitte der Woche abgehaltenen Hausversammlung beginnt nun der schrittweise Auszug der BewohnerInnen. Derzeit leben im Haus „Maria Rast“ 31 Personen, 14 davon sind bleibeberechtig und werden in eine eigene Wohnung umziehen und für sich weiter sorgen, da sie jetzt schon arbeiten oder an einer Qualifizierung teilnehmen. 17 AsylwerberInnen sind in der Grundversorgung und werden in den nächsten Monaten in anderen kleineren Quartieren möglichst in der Region ein neues Zuhause finden, um den Ausgang ihres Asylverfahrens abzuwarten.  

Dank für große Hilfsbereitschaft
Für das große Engagement von Seiten der Politik und auch der Bevölkerung für die Flüchtlinge, möchte sich Michael Natter namens der Caritas herzlich bedanken. „Es ist ein großartiges solidarisches Zeugnis des ganzen Tales gewesen. Die Region war ganz im Sinne der Flüchtlinge sehr engagiert. Hier konnten die Flüchtlinge vorübergehend zur Ruhe kommen und sich neu orientieren“, so Michael Natter. „Die Flüchtlinge spürten von Anfang an, dass sie herzlich aufgenommen wurden. Dazu leistete die von Helene und Franz Rüdisser ins Leben gerufene Plattform einen ganz wesentlichen Beitrag. Sie trägt sehr dazu bei, dass Asylwerber bei uns eine neue Heimat finden. Gemeinsam wird es gelingen, die BewohnerInnen auch in Zukunft in der Region gut unterzubringen,“ dankt Michael Natter für die schon bisher erfahrene große Hilfsbereitschaft.    

Unterbringung von Flüchtlingen in Vorarlberg  
826 Personen in der Grundversorgung in Vorarlberg untergebracht (Stand Juli 2013)  

In 39 Gemeinden leben AsylwerberInnen:
11 größere Quartiere (über 20 Personen)
84 kleinere Quartiere (unter 20 Personen)