Go4Future – junge Menschen im Einsatz für Kinderrechte

29.11.13 / 10:32

Die insgesamt 13 JugendbotschafterInnen der youngCaritas haben ereignisreiche Monate hinter sich. Was das Projekt zeigt: Erwachsene können von den taffen Kids sehr viel lernen.  

 

30 Millionen Kinder leben weltweit in Kriegsgebieten. 171 Millionen Kinder leiden unter ausbeuterischer Kinderarbeit. Zehn Millionen Kinder sterben jedes Jahr an leicht behandelbaren Krankheiten. Weltweit gibt es mindestens hundert Millionen Straßenkinder. Fakten, die nachdenklich machen. Nicht nur Erwachsene. Seit vergangenem Februar machen sich 13 Kinder und Jugendliche im Rahmen von „go4Future“ gemeinsam für Kinderrechte stark. Ein weiteres Ziel ist es, eigens gewählte Schwerpunkte zu recherchieren und diese Ergebnisse weiter zu kommunizieren. „Ungerechte Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen auf der Welt gehören aufgegriffen und publik gemacht“, sind sich die JugendbotschafterInnen einig. Dies geschieht beispielsweise durch Ausstellungen, wie jüngst im Bregenzer Landhaus. Einige Schulklassen wurden dabei durchgeführt und animiert, sich eigene Gedanken zu machen, welche Rechte ihnen wichtig sind. „Das Recht auf eine zweite Chance, wenn ich mal etwas verbockt habe“, schrieb etwa Nelli auf die Pinnwand. „Freiheit und Privatsphäre“ sind Ramona ganz wichtig und Elias betont das „Recht auf eine intakte Natur“.  

Nur wer Bescheid weiß, kann verändern  

„Eine Umfrage hat ergeben, dass 61 Prozent der 11-19 Jährigen in Österreich gar nicht wissen, was Kinderrechte überhaupt bedeuten“, erläutert Nico Kantner, die „Go4Future“ für die Caritas begleitet. „Dabei sind die Themen, die wir aufgreifen, jene, die die heutigen Kinder als Erwachsene beschäftigen werden.“ Egal ob beispielsweise die Privatisierung von Wasser, Kriege oder Umweltverschmutzung: „Wenn ich etwas erreichen will, muss man sich dafür einsetzen.“ Und egal ob Workshop mit dem Kinder- und Jugendanwalt, ein Besuch beim Landeshauptmann oder der Austausch mit einem Partnerprojekt in Äthiopien – die JugendbotschafterInnen merken, dass ihre Stimme Gewicht hat und das motiviert. Highlight des bisherigen Programms war sicherlich die gemeinsame Reise nach Wien mit einer Führung durch die UNO, dem Besuch des Friedhofs der Namenlosen oder der Caritas-Einrichtung „Gruft“ für obdachlose Menschen. Übrigens: Interessierte junge Menschen zwischen 11 und 16 Jahren, die sich gegen soziale Ungerechtigkeiten einsetzen möchten und bereit sind, etwas von ihrer Freizeit in das Jugendbotschafter-Projekt zu investieren, sind herzlich eingeladen, sich bei der youngCaritas zu melden. Kontakt: . Infos und Anmeldeformular auch unter vbg.youngcaritas.at.