Begegnungen mit Äthiopien

16.12.13 / 14:56

Seit mehr als fünf Jahren unterstützen Schülerinnen der Klasse 5 HLWA Institut St. Josef in Feldkirch mit großer Begeisterung und Effizienz die ehrenamtliche Arbeit des Vorarlberger Ärzteehepaars Marlene und Bruno Renner in Südäthiopien.

Das Ehepaar arbeitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich bei der Verbesserung der Basis-Gesundheitsversorgung in den elf Kliniken des Vikariats Awasa, die jährlich für rund 500.000 Menschen der Region medizinische Anlaufstellen sind, mit.

Klassenlehrerin Nancy Beck-Maas gelang es bereits in der ersten Klasse die Schülerinnen für das Projekt zu gewinnen. Viel Herzblut steckt in dieser Unterstützung. Doch seit vier der Schülerinnen und Klassenlehrerin Nancy Beck-Maas vor Ort und damit direkt bei den Menschen sein konnten, denen die Hilfe zu Gute kommt, ist noch etwas dazu gekommen:
Sie alle haben erlebt, dass die Dankbarkeit und die unbändige Lebensfreude der Menschen, denen medizinische Hilfe gewährt werden kann, eine Menge positiver Energie und Stärke zum Helfen spendet.

„Die Menschen führen ein aus unserer Sicht extrem bescheidenes Leben,  und dennoch strahlen sie  immer über das ganze Gesicht. Seit ich wieder zu Hause bin, vermisse ich diese Freude und die strahlenden Augen der Menschen!“, sagt Gabriela, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Lea-Maria, Hannah und Eva nach Äthiopien reisen durfte.

Die gemeinsame Woche in Äthiopien war für die jungen Reisenden sehr intensiv und mit unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen verbunden.  „Ich habe Dr. Renner während einiger Ohren-Operationen assistiert. Ich wundere mich jetzt noch darüber, wie ich das geschafft habe, dass mir nicht schlecht wurde, als das Blut und Eiter aus den Ohren flossen“, erinnert sich ein Mädchen. „Es muss wohl die ganz spezielle Situation gewesen sein und das Bewusstsein, mithelfen zu dürfen!“

Neben der Mitarbeit im Labor konnten die jungen Mädchen auch Einblicke  in den Missionsstationen Fullasa beziehungsweise Haro Wato  gewinnen. „Wundervolle Augenblicke erlebten wir beim Besuch im Kindergarten in Harto Wato. Schon als wir mit dem Auto die Einfahrt passierten, rannten alle Kinder auf uns zu“, erzählt Gabriela. „Sie ließen uns kaum aus dem Auto aussteigen und klammerten sich an Hände und Füße. Wir sangen mit den Kleinen und brachten ihnen unter anderem auch das Zähneputzen bei. Die strahlenden Kinderaugen werden mir immer in Erinnerung bleiben. Die Freude, mit der sie ihre Lieder sangen, war richtig ansteckend.“

 

Spendenkonto: Dr. Bruno Renner, Projekt Dilla
Raiffeisenbank Feldkirch
Kto. 100040006
BLZ 37422