Ein wahrer „Schatz der Caritas“

10.02.14 / 15:53

Weit über tausend Menschen in Vorarlberg unterstützen in den kommenden Wochen als HaussammlerInnen die Inlandshilfe der Caritas Vorarlberg.

Bei einer Feier in Hohenems nutzte die Caritas die Gelegenheit, schon im Vorfeld ein herzliches „Danke“ für diesen Einsatz auszusprechen.

Den Auftakt bildete dabei ein Gottesdienst mit Bischof Benno Elbs und Caritasseelsorger Elmar Simma. „Kirche sein heißt, nicht zu verwalten, sondern vielmehr hinauszugehen zu den Menschen“, so sieht der Bischof die HaussammlerInnen als „Botschafterinnen und Botschafter der Liebe Gottes“.

Bei der anschließenden Feier im Löwensaal in Hohenems sorgte Landeshautmann Markus Wallner mit seiner Ansprache für herzliches Lachen unter den über 300 Gästen, denn auch er war in Jugendjahren als „Haussammler“ aktiv und zwar bei der Funkenzunft in seiner Heimatgemeinde.

Die Haussammlung ist auch Ausdruck dafür, dass den Menschen in Vorarlberg die Probleme im Land nicht egal sind. Es ist für mich auch Zeichen einer inneren Herzlichkeit“, nutzte er die Gelegenheit zum Dank. Er sehe die HaussammlerInnen als „wirklichen Schatz im Bereich Ehrenamt“.

Blick in die Vergangenheit

Das 90-jährige Bestehen, das die Caritas Vorarlberg heuer begeht, nutzte Caritasdirektor Peter Klinger, um in seinen Dankesworten auch einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Ins Leben gerufen wurde die Haussammlung vor über 60 Jahren – damals lagen die Hauptanliegen darin, Verbesserungen in den Bereichen Wohnraumnot, Arbeitslosigkeit und Armut zu bewirken.

So wurden beispielsweise auch kostenlose Darlehen vergeben, um kinderreichen Familien in der Wirtschaftskrise der 50er-Jahre die Wohnraumbeschaffung zu ermöglichen. Übrigens: Bis in die 60er-Jahre wurden bei der Haussammlung auch Naturalien gesammelt.

Heute leisten die Einnahmen aus der Haussammlung einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung wichtiger Einrichtungen und Angebote der Caritas. Die Einzelfallhilfe, die Lerncafés, Hospiz Vorarlberg, die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, die Familienhilfe sowie die Wohngemeinschaft „Mutter&Kind“, das Projekt der Sozialpaten sowie die Arbeit der Pfarrcaritas werden unter anderem dadurch unterstützt.

Allein im vergangenen Jahr konnte so 12.000 Menschen aus ihrer Notlage geholfen und Hoffnung gegeben werden.
Unverändert ist das Ziel: Die Not im Land nachhaltig zu bekämpfen.