Wege und Irrwege in der Suchtarbeit. Strategien für die Zukunft?

30.05.14 / 11:41

Suchtbehandlung und Suchtpolitik sind keineswegs einheitlich und klar, vielmehr zeichnet sich ein gegenteiliges Bild ab.

 

Unterschiedliche Paradigmen stehen einander gegenüber: Abstinenz oder kontrollierter Konsum? Legalität oder Illegalität von Substanzen? In diesen Konfliktfeldern und Widersprüchen muss die Suchtpolitik Entscheidungen treffen. Dabei stellt sich die Frage, welche Eckpunkte und Orientierungshilfen die Fachwelt besteuern kann.

„Sucht umfasst alle Bereiche des menschlichen Lebens. Diese Komplexität lässt einfache Lösungen nicht zu“, sagt Caritasdirektor Peter Klinger. „Vielleicht ist es ja auch so, dass wir als Gesellschaft zugeben müssen, letztlich über keine passenden Strategien zu verfügen?“

Diesen gedanklichen Ansätzen und Widersprüchen nachzugehen, darüber zu sprechen und auch sich damit auseinander zu setzen, ist die Basis der Fachtagung „Sucht und Gesellschaft“ am Dienstag, 3. Juni  im Bildungshaus in St. Arbogast. Hochkarätige ReferentInnen geben dazu wertvolle Impulse in ihren Referaten. Eine Anmeldung ist bis 20. Mai möglich.

 

Fachtagung „Sucht und Gesellschaft“

Dienstag, 3. Juni,  ab 9 Uhr im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis  

Anmeldung: bis 20. Mai bei
Annemarie Lang
T 05522-72746 1400

Weitere Infos zur Fachtagung:
Mag. Bernhard Gut
Caritas Fachbereich Suchtarbeit
T 05522-200 3011

 

Einladungsfolder

 

Programm
Themen und ReferentInnen

9 Uhr: Begrüßung

9.45 Uhr, Vortrag: Dr. Helmut Zingerle, Psychologe, Psychotherapeut, Leiter Therapiezentrum Bad Bachgart, Südtirol

Vom radikalen Glück…?

11.15 Uhr, Vortrag: Prof. DDr. Ambros Uchtenhagen, Sozialpsychiater und Psychoanalytiker, Zürich

Aus der Vergangenheit lernen …

13.45 Uhr, Impulse und Diskussion Dr. Thilo Beck, Chefarzt Psychiatrie Arud – Zentren für Suchtmedizin, Zürich
DR. Herbert Mayrhofer, Substitutionsarzt, Caritas Vorarlberg

15.30 Uhr, Vortrag: Prof. Dr. Irmgard Vogt, Professorin für Psychologie und Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt

Die neuen Mehrheiten: Alter und Sucht

16.30 Uhr, Resümee: Univ-Prof. Prim. Dr. Reinhard Haller, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeut, Stiftung Maria Ebene, Frastanz