„Spagetti in den Müll? Hunger ist menschengemacht!“

29.10.14 / 14:41

Allein in Österreich wirft durchschnittlich jährlich  jeder Lebensmittel im Wert von 400€ in den Müll! Auf der anderen Seite geht ein Sechstel aller Kinder weltweit abends hungrig ins Bett.  

 

Seit fast zwei Jahren machen die JugendbotschafterInnen der youngCaritas an Schulen und bei Veranstaltungen für Kinderrechte mobil. Ein weiteres Ziel ist es, eigens gewählte Schwerpunkte zu recherchieren und diese Ergebnisse weiter zu kommunizieren. So beispielsweise das Team „Überleben“ mit Jana, Katharina und Pauline, die in Workshops an Schulen ihre AlterskollegInnen aufmerksam machen, darauf zu schauen, woher die von ihnen verwendeten Produkt stammen.

Es gelte auch regional und saisonal einzukaufen. Ein Beispiel: „Viele essen die Tomaten auch außerhalb der Saisonzeiten, das fördert solche riesige Anlagen – wie etwa in Spanien.“ Dort werde auch intensiv mit Pestiziden gearbeitet.

Ein anderes Beispiel ist Schokolade: Die Kleinbauern haben keine Chance, von den von ihnen produzierten Kakaobohnen zu leben – die Bauern verdienen nur ein bis zwei Dollar pro Tag. Kinderarbeit ist ebenfalls sehr verbreitet, außerdem sind die Kinder-Arbeiter schutzlos Giften und Pestiziden ausgeliefert. Eine Lösung dabei sind Fair-Trade-Produkte – sie ermöglichen beispielsweise Zuschläge für ökologischen Anbau. Ein weiteres, wichtiges Detail: Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landen im Müll – auch hier kann jeder einzelne von uns etwas verändern.  

Die Themen des Teams „Überleben“ sind vielfältig und interessieren: Die Kids sind nicht nur begeistert dabei, sie erzählen auch zu Hause und ihren Freunden von ihrem Wissen und bewirken auch dadurch Veränderung.    

Musical „stand up!“

Mit ihrem neuen Musical machen die „groovaloos!“ gemeinsam mit den JugendbotschafterInnen der youngCaritas auf die UN Kinderrechte aufmerksam. Denn: „Es sind deine Rechte und es zählt, was du tust“. Premiere ist am Dienstag, 11. November, um 9.30 Uhr in Lauterach. Weitere Aufführungen sind in Rankweil und Dornbirn.

Informationen:
http://vbg.youngcaritas.at oder ; Tel: 0664/2080451.  

Facts zum Thema Kinderrechte:  

Jedes Kind hat die gleichen Rechte
Jedes zweite Kind erlebt Gewalt in seiner Familie
Jedes dritte Kind wird bei seiner Geburt nicht registriert
Jedes vierte Kind lebt in extremer Armut Jedes siebte Kind muss täglich schwer arbeiten
Jedes zehnte Kind ist unterernährt und hungert
Keiner kann sagen, dass er das nicht gewusst hat!    

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Was ist die Kinderrechtekonvention? (KRK)  

Das Wort „Konvention“ heißt übersetzt:  Vertrag / Übereinkommen.
Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989  von der Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen.
Die Kinderrechtekonvention (kurz KRK) sichert jedem Kind – also Mädchen und Jungen bis zum 18. Lebensjahr ­persönliche,wirtschaftliche & kulturelle Rechte zu.
Jedes Kind hat Rechte – und zwar die gleichen Rechte, ganz egal, an welchem Ort der Erde es aufwächst.
Die KRK wurde von Österreich am  26. Jänner 1990 unterzeichnet, und ist dann 1992 formal in Kraft getreten.  

Leider sind die Kinderrechte in vielen Ländern nur ein Stück Papier. Es mangelt sehr stark an der Umsetzung.
Immer mehr Kinder & Jugendliche beteiligen sich an der Bekanntmachung: So haben auch 600 Kinder  & Jugendlichen aus 150 Staaten der Welt beim UN-Gipfel im Mai 2002 Fakten zusammengetragen und den Erwachsenen vorgetragen.