Kinderrechte ernst nehmen. Jetzt!

24.11.14 / 13:16

„Kinder sind nicht die Zukunft, sie sind jetzt schon da.“ Was Caritas-Jugendbotschafterin Lena so treffend formulierte, war auch Kern eines von der Caritas Vorarlberg organisierten Abends zum 25. Jubiläum der UN-Kinderrechtekonvention.  

Wenn der österreichische Caritaspräsident sich in Krisenregionen, wie etwa jüngst dem Libanon, aufhält, dann verschlage es ihm oft ganz einfach den Atem. „Welche Perspektiven haben Kinder, die um drei Dollar pro Tag arbeiten anstatt zur Schule zu gehen?“

Dass die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention auch 25 Jahre nach der Vertragsunterzeichnung noch lange nicht selbstverständlich ist, zeigte auch der kürzlich mit dem Kinderrechte-Preis ausgezeichnete Film der JugendbotschafterInnen der Caritas Vorarlberg:
Jedes zweite Kind weltweit erlebt Gewalt in seiner Familie, jedes vierte lebt in extremer Armut. Jedes siebte Kind muss täglich schwer arbeiten.

Dass auch Jugendliche selbst etwas verändern könnten, veranschaulichten beispielhafte Aktionen am BG Bregenz-Bludenz und am BG Bludenz. Der Verkauf von Fair-Trade-Schokolade und Kalendern bringt nicht nur Spendengelder sondern auch eine Bewusstseinsbildung mit sich.   

Als Caritas haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Welt für Kinder mitzugestalten, im Inland ebenso wie im Ausland“, nannte Caritasdirektor Peter Klinger Äthiopien als Beispiel. Dort konnte in der Vergangenheit durch Hilfe aus Vorarlberg 40.000 Kindern ein Schulbesuch ermöglicht werden.

Von unzähligen positiven Beispielen weiß Ananas Girmai zu berichten, die in enger Zusammenarbeit mit der Caritas Vorarlberg in der Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba ein Straßenkinderprojekt betreibt. „Viele Kinder, die früher auf der Straße lebten, machten zwischenzeitlich den Highschool-Abschluss und studieren.“  

Ein besonderes Highlight des Abends war auch der Auftritt der Lerncafé-Kids, die gemeinsam mit Gerald Fleisch (Fleisch&Fleisch) ein eigens komponiertes Lied sangen. Apropos Highlights: An dieser Stelle darf natürlich auch nicht auf den Auftritt der youngCaritas und der „groovaloos!“ vergessen werden, die nach zahlreichen Schulaufführungen mit fast 3.000 Besuchern zum letzten Mal einige Szenen aus dem Kinderrechte-Musical „Stand up!“ präsentierten und für ein begeistertes Publikum sorgten.