Ein "Kraftakt" für alle Beteiligten

16.01.15 / 16:20

An einer Straße steht ein dreistöckiges größeres Gebäude, das weder alt noch neu in seiner Erscheinung ist. Die Aussenfassade ist weiß. Vor dem Block stehen etliche Autos in einer Reihe auf Parkplätzen.

Im ehemaligen Feldkircher "Schulbrüderheim" entstehen derzeit 60 zusätzliche Quartiersplätze für AsylwerberInnen, in "Gaisbühel" zusätzlich 50. Hinter den Fakten steht ein hoffnungsvoller Neubeginn für AsylwerberInnen, die Anfang Februar nach Vorarlberg kommen, aber auch enormes Engagement aller Beteiligten.  

 

Schauplatz "Schulbrüderheim" in der Feldkircher Carinagasse: Viele Jahre wurde das in Besitz des Landes Vorarlberg befindliche Haus als Internat für Schüler, die in Feldkirch eine Ausbildung machten, genutzt. Künftig soll das Haus, in dem neben den Schulbrüdern auch der Verein "aqua mühle frastanz" sowie die Abteilung "Kinder- und Jugendhilfe" der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch untergebracht sind, als vorübergehendes Zuhause für Flüchtlinge dienen.

 

Für die Abteilung Hochbau und Gebäudewirtschaft des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, die Caritas sowie die beteiligten Firmen bedeutet dies einen "Kraftakt" - muss doch von der Planung bis zur Bauausführung der Umbau binnen sechs Wochen abgeschlossen sein. Neben der teilweisen Sanierung der fast 50 Jahre alten Sanitäranlagen liegen die Hauptarbeiten bei der Gebäudeadaptierung in der Haustechnik sowie Gebäudesicherheit.  

 

Auch wenn die Arbeiten unter enormem Zeitdruck erfolgen, ist doch das große Engagement erfreulich: "Viele Landesbedienstete, Caritas-Angestellte aber auch Handwerker haben zahlreiche Nachtschichten und Überstunden eingelegt, teilweise sogar ihren Weihnachtsurlaub kurzfristig abgebrochen, um das Ziel, bis Ende Jänner 270 zusätzliche Plätze für Aslywerberinnen und Asylwerber zu schaffen, erreichen zu können", zeigt sich Fachbereichsleiter Martin Fellacher von der Caritas beeindruckt.

 

In der letzten Jänner-Woche erfolgt die Endreinigung sowie der Möbelaufbau - diese Arbeiten werden durch die Flüchtlingshilfe der Caritas und das Projekt "Nachbarschaftshilfe" übernommen. Geplant ist gemeinsam mit der Stadt Feldkirch auch ein Info-Abend für Anrainer.  

 

Momentan sind in Vorarlberg 1.200 AsylwerberInnen untergebracht, neben den 110 Plätze in Gaisbühel und Feldkirch ist man bei der Caritas zuversichtlich, für weitere 160 Menschen private Wohnungen und gewerbliche Unterkünfte bereitstellen zu können.