Caritas: Flüchtlingsquartiere stehen nächste Woche bereit

23.01.15 / 17:09

An einer Straße steht ein dreistöckiges größeres Gebäude, das weder alt noch neu in seiner Erscheinung ist. Die Aussenfassade ist weiß. Vor dem Block stehen etliche Autos in einer Reihe auf Parkplätzen.

In der letzten Januarwoche stehen schrittweise bis zu 200 Plätze für die Aufnahme von weiteren asylsuchenden Menschen zur Verfügung.  

 

Schon in den letzten Wochen wurden über 200 asylsuchende Menschen in Vorarlberg aufgenommen. Mit heutigem Tag sind 1.278 AsylwerberInnen in Vorarlberg. Soll-Ziel per 31. Jänner sind aus heutiger Sicht 1.447  asylsuchende Menschen und dieses wird bis Ende Januar erreicht. "Dieses Ziel konnte nur erreicht werden dank  der großartigen Arbeit  der Abteilung Hochbau und Gebäudewirtschaft des Amtes der Vorarlberger Landesregierung sowie vieler Handwerker  und durch die Unterstützung der Gemeinden und vieler privater Wohnungsvermieter"  berichtet der Leiter der Caritas-Flüchtlingshilfe, Martin Fellacher. "In den letzten drei Monaten haben wir über hundert Quartiere auf ihre Verwendbarkeit überprüft, für die Caritas-MitarbeiterInnen   war dies ein enormer Kraftakt. Umso zufriedener sind wir darüber, dass es gelungen ist, das Ziel zu erreichen", nutzt Martin Fellacher gleichzeitig die Gelegenheit zum Dank an alle Menschen, die dazu beigetragen haben, damit Menschen, die nach Kriegswirren zu uns kommen, eine Bleibe angeboten werden kann. 

Die beiden größten Unterkünfte sind dabei sicherlich das "Schulbrüderheim" in Feldkirch, wo 70 Menschen ein vorübergehendes Zuhause finden sowie der "Gaisbühel", wo 45 weitere Quartiersplätze entstanden sind.  

Für die Caritas bedeutet die zusätzliche Anzahl an Flüchtlingen eine Herausforderung: "Für uns beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. Hinter jedem Mensch, der zu uns kommt, steckt ein Schicksal, zusätzlich haben wir sehr viele administrative und organisatorische Vorgaben zu erfüllen", erläutert der Leiter der Flüchtlingshilfe und nennt die Unterstützung im Alltag als weiteres Beispiel.  

Der Flüchtlingsstrom nach Europa wird vorerst nicht abbrechen: "Die schlimme Lage in den Herkunftsländern, etwa Syrien oder Afghanistan, lassen erwarten, dass die Anzahl der AsylwerberInnen, die in Österreich Schutz suchen, nicht abreißt." Deshalb prüfe die Caritas laufend weitere Quartiere - unter anderem leerstehende Gasthöfe, Pensionen oder Internate - die zur Vermietung angeboten werden. "Wir bitten dabei um etwas Geduld, dass diese Angebote Schritt für Schritt abgearbeitet werden", hofft Martin Fellacher auf entsprechendes Verständnis in der Bevölkerung.