Aufeinander zugehen

07.02.15 / 13:06

Ein männlicher Asylwerber wartet im Bereich des Eingangs seines Quartiers. Er hat schwarze Haare, trägt eine Jeans und ein blaues t-Shirt. Sein Blick richtet sich nach draußen.

In Mäder sind seit zwei Wochen 17 Asylwerber untergebracht. Bei einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit der Caritas wurde sehr offen diskutiert und das eine oder andere Vorurteil abgebaut. Wer die Integration dieser Menschen unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.  

"Für uns als Caritas beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. Hinter jedem Mensch, der zu uns kommt, steckt ein Schicksal, zusätzlich haben wir sehr viele administrative und organisatorische Vorgaben zu erfüllen. Das beginnt mit der Anmeldung beim Wohnsitz-Gemeindeamt, der Einschulung der Kinder, der medizinischen Abklärung und einem Erstgespräch, bei denen Dinge zur Sprache kommen, die für uns ganz selbstverständlich sind: Wie funktioniert beispielsweise der öffentliche Verkehr oder die Mülltrennung? Dinge, die bei uns selbstverständlich sind, für AsylwerberInnen in dieser Form aber völlig neu", berichtet Fachbereichsleiter Martin Fellacher.  

 

Die Menschen haben oftmals sehr traumatische Erfahrungen gemacht und sind erst mal froh, hier zur Ruhe kommen zu können. Sie sind aber sehr daran interessiert, in Vorarlberg Fuß zu fassen. Integration findet in Schulen, in Vereinen oder  in gut funktionierenden Nachbarschaften statt. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch durch das Projekt "Nachbarschaftshilfe" gemacht - AsylwerberInnen, die eigentlich in Österreich nicht arbeiten dürfen, können dabei von Privaten Arbeiten rund um Haus und Garten erledigen und bekommen dafür ein Taschengeld (Infos auf der Homepage unter www.caritas-vorarlberg.at oder unter T. 05522/200-1796, freiwilligenarbeit(at)caritas.at). Ein sehr wichtiger "Schlüssel" zur Integration ist auch das Erlernen der deutschen Sprache, die Caritas bietet deshalb eine Vielzahl an Deutschkursen an. Das Angebot ist freiwillig, wird aber zu 100% von allen Flüchtlingen dankend angenommen.  

 

Immer wieder melden sich bei der Caritas Vorarlberg auch Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit freiwillig tätig sein wollen. Die Caritas hat dazu ein Infotelefon eingerichtet (T 0676/7244935). Zusätzlich finden für Interessierte zwei Info-Abende statt und zwar am Montag, 23. Februar,
um 19 Uhr im "Haus der Kirche" in Bregenz sowie am Dienstag, 24. Februar, um 19 Uhr im Caritashaus in Feldkirch.