Solidarität und Nächstenliebe

05.03.15 / 15:27

Vier Damen mittleren Alters stehen mit Caritasmitarbeiterin Ingrid Böhler zu einem Gruppenfoto zusammen. Sie sind alle in warmer Kleidung verpackt.

Bischof Benno Elbs, Generalvikar Rudolf Bischof, Caritasseelsorger Elmar Simma sowie die Pfarrcaritas luden zum Auftakt der Caritas-Haussammlung zu einer stimmungsvollen Segnungsfeier in den Feldkircher Dom.  

 

"Gesegnet bist du und ein Segen sollst du sein!" Dieses Bibelzitat ziert die diesjährigen Segensbänder, die die rund 1.500 Haussammler/-Innen an die Menschen verteilen. Ein Thema, das auch Bischof Benno Elbs in seiner Ansprache aufgriff. "Solidarität und Nächstenliebe sind Zentrum unseres christlichen Glaubens. Die Haussammlerinnen und Haussammler sind Zeugen dafür, dass gegen Not geholfen werden kann." Er machte auch bewusst, dass gerade in schwierigen Zeiten diese christliche Nächstenliebe schnell verloren geht. "Gott ist nah, wo die Menschen einander Liebe zeigen."  

"Wir leben in Österreich in einem der wohlhabendsten Länder der Welt. Und doch friert es uns manchmal in unserem so modernen Leben. Das Getriebe von Markt und Konsum spült Menschen an den Rand, sie halten das Tempo nicht mehr mit. Besonders ältere, kranke, psychisch belastete Menschen leiden darunter", würdigt der Bischof den Einsatz der mehr als tausend Haussammlerinnen und Haussammler, die derzeit in den Pfarren unterwegs sind, um für Menschen in verschiedenen Notsituationen hier in Vorarlberg zu bitten.  

Seit über 90 Jahren setzt sich die Caritas Vorarlberg für Menschen in Not ein. Die Gesichter dieser Not haben sich im Laufe der Zeit stark gewandelt - waren es anfangs in erster Linie die Armenfürsorge, die Betreuung und Vermittlung von arbeitslosen Menschen sowie die Trinkerfürsorge, so ist das Angebot heute ein sehr facettenreiches: Über 5.000 Frauen, Männer und Kinder werden jährlich allein in der Beratungsstelle "Existenz&Wohnen" durch Beratung, Begleitung und finanzielle Unterstützung unter die Arme gegriffen. Ziel ist, das Leben der betroffenen Menschen so zu verändern, dass sie in Folge selbst Schritte tun können, die ihnen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation ermöglichen. Durch die Haussammlung in den Pfarren werden kleine und große Wunder möglich - so beispielsweise auch in der Wohngemeinschaft für Mutter&Kind, der Hospizarbeit, durch Sozialpaten, aber auch durch Sozialleistungen in den Pfarren.            

 

Umfrage: Wofür gehen Sie bei der Caritas-Haussammlung?  

 

Ich arbeite im Pfarrcaritas-Team mit. Die Haussammlung ist für mich ein Dienst am nächsten. Es geht auch darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, manche kennen mich schon und freuen sich, dass ich bei ihnen vorbei komme.
Gertrud Hutter  

 

Es gibt genug Menschen in Not hier im Land, die Hilfe benötigen. Um dieser Not entgegenwirken zu können, braucht es Menschen, die auch dahinter stehen. Es ist gut, dass es die Caritas gibt, dafür setze ich mich gerne ein.
Elisabeth Fuchs  

 

Man weiß nie, ob man einmal selbst in die Situation kommt und Hilfe benötigt. Ich engagiere mich aus Solidarität gegenüber Menschen, die in eine Notsituation gekommen sind, für die Haussammlung. Ich denke, dass die Caritas hier ein breites Angebot hat.
Claudia Bell  

 

Es ist mir ein Bedürfnis, ärmeren Menschen zu helfen. Anfangs habe ich meine Aufgabe als Haussammlerin mit viel Respekt erledigt, nach und nach merke ich aber, dass sehr viel Positives zurückkommt und dass man auch selbst davon profitiert.
Conny Hallmann  

 

Meine Motivation, die Haussammlung zu unterstützen, ist die Tatsache, dass es uns sehr gut geht und wir von unserem Reichtum ruhig etwas abgeben können. Und wenn ich so etwas zu einem gerechten Miteinander beitragen kann, mache ich das gerne.
Christoph Konzett  

 

Was mich für die Teilnahme an der Haussammlung motiviert, ist, dass man mit den Menschen ins Gespräch kommt und viel Positives bewirken kann. Wichtig ist, dass man auf die Menschen zugeht und ihnen auch erklärt, was die Caritas alles macht.
Wilfried Pfister  

  • Etliche Damen mittleren Alters und vereinzelt auch Herren sitzen in Kirchenbänken. Sie sind alle warm bekleidet.

  • Etliche Damen mittleren Alters und vereinzelt auch Herren sitzen in Kirchenbänken. Sie sind alle warm bekleidet.