Nichts ist wichtiger als der Andere

16.03.15 / 16:10

Eine Frau mittleren Alters mit einem blauen Polo Shirt lächelt einen älteren Herr, der im Profil zu sehen ist, an. Die Frau hat braune lange Haare und der Herr graue.

Dieser Satz stammt nicht etwa aus der Bibel, sondern von einem engagierten Sozialpaten der Caritas Vorarlberg. Auch Carina T. stellt als Sozialpatin ihre freie Zeit gerne in den Dienst der Nächstenliebe. Im Rahmen der Caritas Haussammlung im März wird unter anderem auch für das Sozialpatenprojekt der Caritas gesammelt.

 

Als Carina T. zum ersten Mal ein Informationsschreiben der Caritas Vorarlberg zu diesem Projekt in der Hand hielt, war für die 41-jährige Mutter dreier Kinder sofort klar, dass sie als Sozialpatin aktiv werden möchte. Die gelernte Krankenschwester war fasziniert von der Idee, nicht nur finanziell zu helfen, sondern einfach Menschen zur Seite zu stehen, die Unterstützung benötigen. "Uns geht es so gut, aber viele Menschen haben dieses Glück nicht und ich bin der Meinung, dass man auch etwas zurückgeben muss, und zwar nicht nur finanziell. Es ist für mich ganz normal, Menschen in Notsituationen zu helfen", so die gebürtige Blonserin.

Darum betreut sie derzeit sogar gleich zwei Patenprojekte der Caritas in ihrer Region: "Mit einem alleinstehenden Mann unternehme ich alle zwei Wochen etwas. Ob Wandern, Rodeln mit mir und meinen Kindern oder die Begleitung eines Fußballmatches meiner Tochter. Er ist immer gerne mit dabei", so Carina T. über jenen 56-jähringe Mann, den sie nun schon das dritte Jahr begleitet und immer für ihn da ist, wenn es Probleme gibt oder wenn er sich einsam fühlt.

 

Helfen, wo Hilfe gebraucht wird
Mehr als 110 Sozialpaten und Sozialpatinnen sind derzeit in Vorarlberg tätig und bilden ein wertvolles Netz der Nächstenliebe verteilt über das ganze Land. Die engagierten Männer und Frauen sind speziell geschulte, freiwillige MitarbeiterInnen der Caritas, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine Zeitlang auf ihrem Weg unterstützen und begleiten.

Sie hören zu, fühlen sich ein oder vermitteln bei Bedarf an soziale Institutionen und Angebote des Landes. "Die Themen der Anfragen spiegeln die gesellschaftlichen Brennpunkte von Not ganz unterschiedlicher Art wider und reichen von familiären oder finanzielle Problemen, über Hilfe bei Behördenkontakten, bei Einsamkeit und der Suche nach einem Gesprächspartner bis zu Hilfestellungen  bei plötzlich eintretenden Notsituationen", so Ingrid Böhler, Leiterin der Pfarrcaritas. Denn was früher als Nachbarschaftshilfe völlig selbstverständlich war, bröckelt aufgrund der veränderten Gesellschaftsstrukturen, viele kennen ihre Nachbarn kaum mehr.    

Die Caritas Haussammlung hilft auch hier
Auch heuer wird im Rahmen der Caritas Haussammlung im März ein Teil der Spenden für das Sozialpatenprojekt verwendet. Vergangenes Jahr wurde mit dem Geld die Schulungen und die fachliche Begleitung der SozialpatInnen ermöglicht.          

 

Möchten auch Sie Sozialpate werden, ober benötigen Sie Unterstützung von einem Sozialpaten? Dann wenden Sie sich bitte an:
Caritas Sozialpaten
Wichnergasse 22,
6800 Feldkirch
T 05522/200-1017,

www.sozialpate.at