Schmeckt gut - tut gut

16.03.15 / 10:35

Vier Frauen mittleren Alters, die bis auf eine dunkle Haare haben, stehen in der Küche und schneiden Wurst auf. Sie schauen alle mit dem Kopf gebückt fröhlich in die Kamera.

Neben köstlichen Rezepten bekamen die Teilnehmerinnen eines Kochkurses "Cook & Fun" auch wertvolle Tipps und Tricks verraten, wie ein schnelles Mittagessen "gezaubert" werden kann. Organisiert wurde der Kurs von der Familienhilfe sowie der Wohngemeinschaft "Mutter&Kind" der Caritas.  

"Für mich alleine und mein Baby habe ich eigentlich nie gekocht. Da war die Versuchung groß, dass ich mich hauptsächlich von Fast-Food ernährt habe", erzählt eine der teilnehmenden Mütter und schnippelt gleichzeitig Gemüse für ein Spaghetti-Sugo. "Ich bin froh, dass ich mich zum Kochkurs angemeldet habe und freu mich schon darauf, dass ich Freunde zum Essen einladen kann", stimmt eine zweite Teilnehmerin zu.  

 

"Fertigprodukte sind einerseits nicht so schmackhaft, wie frisch Gekochtes, sie sind nicht unbedingt das Beste für die Gesundheit und außerdem teuer", erläutern die beiden Kursleiterinnen Manuela Graf und Ulli Hartmann. An insgesamt drei Nachmittagen schwingen sie gemeinsam mit den jungen Frauen den Kochlöffel und vermitteln, wie sich mit relativ geringem Zeitaufwand und für wenig Geld für sich und ihre Familien ein schmackhaftes Essen "zaubern" lässt. Gleichzeitig riecht es in der Küche des Pfarrheimes Altenstadt auch schon nach Kuchen. "Jede junge Mutter kommt in die Situation, dass sie einen Geburtstagskuchen für ihr Kind backen sollte, diese Grundkompetenzen möchten wir vermitteln."  

 

Dass dies im eigenen Zuhause immer weniger geschieht und sich viele Mütter und Väter oftmals ratlos in der Fertiggericht-Abteilung eines Supermarktes wiederfinden, weiß auch Stellenleiterin Doris Jenni von der Familienhilfe der Caritas. "Die Gesellschaft hat sich verändert. Viele Klientinnen bekommen dieses Wissen nicht mehr von Zuhause vermittelt. Beim Kochkurs bekommen die jungen Frauen auch Tipps und Tricks vermittelt, beispielsweise welche Lebensmittel in jedem Haushalt vorrätig sein sollten." Und schließlich sollte der Kochkurs auch die Freude am Kochen wecken und die Möglichkeit bieten, untereinander soziale Netze zu knüpfen. Und wer die Begeisterung der "Neo-Hobby-Köchinnen" bei der Arbeit beobachtete, sah, dass dieses Ziel erreicht wurde. Die Mütter freuen sich schon, das Gelernte Zuhause umzusetzen und ihren Lieben eine Freude zu machen.