Petition gestartet: „Gegen Unrecht“

23.04.15 / 15:42

Fingerspitzen ragen aus dem Wasser. Es ist dunkel und düster belichtet. Es will auf die zigtausend Flüchtlingeaufmerksam machen, die auf ihrer Reise nach Europa ertrinken.

Das Massensterben von Flüchtlingen im Mittelmeer bewegt und schockiert. Weit über 20.000 Menschen wurden schon aktiv, um gegen diese die Vorgehensweise der Europäischen Union zu protestieren. Auf www.gegen-unrecht.at kann die Petition online unterstützt werden.

In wenigen Tagen sind 1.100 Frauen, Männer und Kinder hilflos im Mittelmeer ertrunken. Das Mittelmeer ist längst zu einem Massengrab geworden. Man mag sich die letzten Minuten im Leben dieser Flüchtlinge, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit waren, gar nicht vorstellen. „Die Europäische Union ist zwar Trägerin des Friedensnobelpreises und zu Recht stolz auf Ideale, wie Freiheit, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Klar ist aber auch: Ihr Umgang mit Flüchtlingen verdient diesen Preis nicht!“, positioniert sich die Caritas. Vor den Toren der „Festung Europa“ sind in den vergangenen 25 Jahren über 20.000 Menschen gestorben. Als im Herbst 2013 hunderte Menschen vor der Flüchtlingsinsel Lampedusa ertrunken sind, war die Betroffenheit groß. Doch gelernt haben wir nichts, im Gegenteil: Die Rettungsaktion Mare Nostrum wurde eingestellt und durch eine Aktion ersetzt, deren oberstes Ziel der Schutz von Grenzen und nicht der Schutz von Menschen ist. Dabei liegen Vorschläge von Experten, wie das schreckliche Massensterben verhindert werden kann, seit langem auf dem Tisch.

Gemeinsam mit anderen Institutionen hat die Caritas österreichweit die Petition „Gegen Unrecht“ aktiviert: Es geht darum, das Massensterben der Flüchtlinge im Mittelmeer zu beenden. Konkrete Forderungen an die Österreichische Bundesregierung und das Europäische Parlament sind

 

•   Die sofortige Wiedereinführung der Rettungsaktion Mare Nostrum 2.0 mit Rettungsbooten durch gemeinsame Mittel aller EU-Mitgliedsstaaten im Mittelmeer
•    Ein sicherer und legaler Zugang für schutzsuchende Menschen, um in Europa Asyl zu beantragen
•    Eine rasche Einberufung eines EU-Gipfels der EU-Regierungschefs gemeinsam mit der Zivilgesellschaft um eine gemeinsame, menschliche europäische Flüchtlingspolitik zu erreichen.
Der Aufruf der Caritas und zahlreichen anderen sozialen Institutionen: „Machen Sie mit! Unterzeichnen Sie unter www.gegen-unrecht.at die Petition!“