Große Figuren für ein großes Thema

30.04.15 / 15:46

Jugendliche und eine Erwachsene Frau stellen sich um einen selbstgebastelten überdemensionierten Kopf. Sie sind in einem Raum und tragen Alltagskleidung.

„Ärmel hochkrempeln und  anpacken“ hieß es für die JugendbotschafterInnen schon immer. Nun auch im übertragenen Sinn, denn sie arbeiten fleißig an der Umsetzung von übergroßen Figuren, die auf das Thema „Kinderrechte“ aufmerksam machen.

Sie werden künftig in Schulen, bei Ausstellungen und an öffentlichen Plätzen als Litfaßsäulen fungieren und auf Grund ihrer Größe wohl viel Aufmerksamkeit bekommen: 2 Meter 70 große Figuren, bestehend aus Spiro- und Lüftungsrohren, der Kopf aus Riesen-Luftballons, verkleidet mit Pappmaché und Händen aus Montageschaum. Aufmerksamkeit brauchen die Figuren auch, verkörpern sie doch die zehn Grundrechte von Kindern: „Jede Figur stellt ein Thema dar, so hat beispielsweise die Figur, die das Recht auf Bildung verkörpert, ein Buch in der Hand oder jene, die auf das Recht auf Spielen aufmerksam machen soll, einen Ball“, erzählt Lea Fellacher, eine der insgesamt 24 JugendbotschafterInnen der youngCaritas. In der Schlosserei Köhlmeier in Hard ist derzeit zwei Mal die Woche gemeinsames Arbeiten angesagt, denn die fertigen Figuren sollen in Bälde zum Einsatz kommen. „Wir sind jetzt seit fast zwei Monaten an der Umsetzung dran und investieren fast jede freie Minute“, erzählt auch Christoph Köhlmeier.

Die JugendbotschafterInnen sind Experten in Sachen Kinderrechte: In vier Arbeitsgruppen – Beteiligung, Schutz, Überleben und Entwicklung – befassen sie sich mit den Rechten, die Kindern auf der ganzen Welt zuteil werden sollen. Sie machen Aktionstage und halten Workshops in Schulen ab. Jugendbotschafterin Kaya hat kürzlich die Projekte der Caritas Vorarlberg in Äthiopien besucht und gibt ihr Wissen gerne weiter. „Die Erfahrung zeigt, dass Kinder sehr offen für Themen sind, die von den JugendbotschafterInnen vermittelt werden“, weiß auch Nicole Kantner, die Leiterin des Projektes der youngCaritas.

Kinder werden mit umfassenden Rechten geboren. Sie haben ein Recht auf Leben, auf Überleben, auf Entwicklung, auf Bildung. Und ein Recht, dass ihre Anliegen gehört werden. Dass dies bei weitem nicht so ist, zeigen die Fakten: Jedes zweite Kind weltweit erlebt Gewalt in seiner Familie, jedes vierte lebt in extremer Armut. Jedes siebte Kind muss täglich schwer arbeiten. 6,3 Millionen Kinder sterben jedes Jahr vor ihrem fünften Geburtstag. Weltweit müssen 15 Prozent der Kinder arbeiten, elf Prozent der Mädchen werden vor ihrem 15. Geburtstag verheiratet.




Seit der Unterzeichnung der UN-Kinderrechte vor 25 Jahren wurde aber auch vieles erreicht: So konnte in diesem Vierteljahrhundert beispielsweise die Säuglingssterblichkeit um mehr als ein Drittel gesenkt, Krankheiten – etwa Polio – konnten nahezu ausgerottet werden. Auch die Zahl der HIV-infizierten Kinder unter 14 Jahren wurde zwischenzeitlich fast halbiert.


Umfrage:

Die Figuren, die wir anfertigen, sind ein gutes Mittel, um auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen – 2 Meter 70 sind nicht so einfach zu übersehen. Es macht uns gleichzeitig auch großen Spaß, gemeinsam daran zu werkeln.
Lea Fellacher, 15 Jahre

Meine Eltern haben uns die Werkstatt zur Verfügung gestellt, damit wir genug Platz haben und die halbfertigen Figuren stehen lassen können. Es macht Spaß, daran zu arbeiten und das Ergebnis schaut sicher cool aus.
Christoph Köhlmeier, 13 Jahre

Gemeinsam haben wir uns in den Teams anfangs überlegt, wie wir unsere Idee gut umsetzen können. Ich bin überzeugt, dass die fertigen Werke viel Aufmerksamkeit bei Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen bekommen.
Kaya Kantner, 12 Jahre

Langsam sieht man schon, wie die fertigen Figuren aussehen sollen und man darf gespannt sein auf das fertige Ergebnis. Das gemeinsame Arbeiten macht uns viel Spaß, auch wenn wir viel Zeit investieren.
Ella Huppenkothen, 14 Jahre


  • Eine Jugendliche mit blonden langen Haaren und gestreiften Oberteil steht vor einem Flipchart. Sie lächelt in die Kamera.

  • Eine Jugendliche blickt in die Kamera. Sie hat lange braune Haare und trägt ein gestreiftes Oberteil. Sie wirkt fröhlich und lächelt.

  • Eine Jugendliche blickt in die Kamera. Sie trägt mittellange schwarze Haare. Sie trägt ein gestreiftes Oberteil. Sie steht vor einem Flipchart.

  • Eine Jugendbotschafterin mit langen braunen Haaren arbeitet an einer ihrer Figuren. Sie trägt ein blaues Oberteil und eine Hose.

  • Eine Jugendliche mit blonden langen Haaren und gestreiften Oberteil steht vor einem Flipchart. Sie lächelt in die Kamera.
  • Eine Jugendliche blickt in die Kamera. Sie hat lange braune Haare und trägt ein gestreiftes Oberteil. Sie wirkt fröhlich und lächelt.
  • Eine Jugendliche blickt in die Kamera. Sie trägt mittellange schwarze Haare. Sie trägt ein gestreiftes Oberteil. Sie steht vor einem Flipchart.
  • Eine Jugendbotschafterin mit langen braunen Haaren arbeitet an einer ihrer Figuren. Sie trägt ein blaues Oberteil und eine Hose.