Caritas: Zeitgemäße Antworten auf soziale Nöte

19.05.15 / 10:09

Zwei junge Erwachsene, eine Frau und ein Mann, spazieren Richtung Bahnhof Feldkirch. Sie wurden von hinten fotografiert. Beide tragen sie ein Umhängtasche auf denen jeweils "Streetwork" und "Caritas" steht. Beide sind sie in Winterkleidung angezogen.

Der Wirkungsbericht der Caritas Vorarlberg für das Jahr 2014 liegt druckfrisch vor: Darin wird die vielfältige Arbeit für Menschen in Not in Vorarlberg und in den Partnerländern Äthiopien, Mosambik, Armenien sowie Ecuador aufgezeigt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema „Nachhaltigkeit“.

Die Frage nach der Nachhaltigkeit der geleisteten Unterstützung und Hilfe zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Arbeit der Caritas Vorarlberg. „Der Blick auf das Wirken unseres Tuns und das Hinterfragen hat in der Caritas lange Tradition. Menschen zu begleiten heißt immer auch die Frage zu stellen, wie geht es nach unserer Hilfe weiter? Wie ermöglichen wir es Menschen, wieder möglichst rasch auf eigenen Beinen zu stehen und Abhängigkeit zu vermeiden?“ Für die Caritas sei das Leitmotiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ besonders wichtig, betont Caritasdirektor Peter Klinger. „Wir wollen beraten und begleiten, wenn Menschen ihren Weg nicht aus eigener Kraft bewältigen können, ihnen aber nicht die Verantwortung für ihr Leben abnehmen.“ Neben dem sozial nachhaltigen Tun, gilt es auch ökonomisch und ökologisch entsprechend zu handeln. Beispiele dafür sind die Kampagne „Gegen Spekulationen auf Nahrungsmittel“, durch die die Caritas auf nachhaltiges Wirtschaften aufmerksam macht oder die Angebote von carla Tex, die jährlich 3.000 Tonnen gespendeter Kleidung und Schuhe einer sinnvollen Wiederverwertung zuführt.

Die Caritas erfindet sich immer wieder neu, um Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu finden – das hat uns seit jeher geprägt und stärkt uns immer wieder“, betont Caritasdirektor Peter Klinger. Beispiele dafür sind etwa das Bündeln von Kräften, um im Bereich der Flüchtlingshilfe die Unterbringung und Eingliederung von AsylwerberInnen zu schaffen, das Vorantreiben der Einrichtung eines Stationären Hospizes in Vorarlberg, die Erweiterung der Lerncafés für Kinder und Jugendliche oder der Bau von „Emils Kleine Sonne“, einem Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, in Armenien.

Schon ein kurzer Blick in den Wirkungsbericht zeigt, durch ein gemeinsames Miteinander wird vieles möglich“, nutzt Caritasdirektor Peter Klinger die Gelegenheit sich bei den vielen Unterstützern und vor allem bei den SpenderInnen zu bedanken. 
Übrigens der neue Webauftritt der Caritas Vorarlberg ist seit kurzem online. Unter
www.caritas-vorarlberg.at präsentiert sich die Caritas zeitgemäß und mit vielen neuen Funktionen. 

 

Zahlen und Fakten aus dem Wirkungsbericht der Caritas Vorarlberg:

800 Ehrenamtliche und rund 1.500 Freiwillige in den Pfarren unterstützen die direkte Arbeit der rund 500 Stamm-MitarbeiterInnen in den einzelnen Fachbereichen.

5.300 Menschen – anders ausgedrückt 2.560 Fälle – erreichten die Unterstützungsangebote der Beratungsstelle „Existenz&Wohnen“.

19.826 Beratungsstunden wurden 2014 in der Suchtarbeit der Caritas geleistet.
27.405 Stunden waren die über 200 ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen von Hospiz im Einsatz.

28.477 Stunden waren die MitarbeiterInnen der Familienhilfe im Einsatz.
31 Mütter mit ihren Kindern fanden in der WG MUKI Halt.

129 Menschen mit Beeinträchtigung fanden in den Werkstätten Bludenz, Ludesch und Montafon Arbeit und Tagesstruktur.

Rund 200 Erwachsene fanden 2014 bei carla befristete Arbeit.

1.460 AsylwerberInnen haben in Vorarlberg eine vorübergehende Heimat gefunden, rund 1.700 Konventionsflüchtlinge werden von Seiten der Caritas unterstützt.

124 Workshops der youngCaritas sensibilisierten Jugendliche in Schulen für soziale Themen. Ein Musical zum Thema „Kinderrechte“ erreichte zusätzlich fast 2.700 BesucherInnen.

150.000 Menschen profitieren in den vier Schwerpunktländern der Caritas Vorarlberg, Armenien, Äthiopien, Ecuador und Mosambik von den gemeinsam mit den Partnern vor Ort umgesetzten Programmen.


  • Andi Burtscher arbeitet in der Küche der Werkstätte Bludenz.

    Andi Burtscher arbeitet in der Küche der Werkstätte Bludenz.