Das Warten sinnvoll nutzen …

24.06.15 / 11:19

Ein Asylwerber mittleren Alters wird durch die Nachbarschaftshilfe beschäftigt. Er ist in einem Garten, hält einen Rechen in der Hand und lächelt in die Kamera. Er hat ein schlichtes weißes t-Shirt und eine Jeans an. Im Hintergrund sind Tomatenstöcke.

Flüchtlinge aus dem Haus Karim in Dornbirn freuen sich über Nachbarschaftshilfe-Aufträge aus der Region.

Im Auftrag von Land und Bund betreut die Caritas Flüchtlingshilfe Asylwerber und Asylwerberinnen. In dieser oft sehr belastenden Zeit des Wartens ist es den Menschen auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen nur in Ausnahmefällen möglich, eine reguläre Beschäftigung anzunehmen.

Im Rahmen des Caritas Flüchtlingshilfe-Angebotes „Nachbarschaftshilfe“ können Helfer und Helferinnen für größere und kleinere Arbeiten an private Auftraggeber vermittelt werden. Die Begegnung von Menschen und Kulturen, das Angebot einer sinnvollen Tagesstruktur und die Möglichkeit, das Taschengeld durch Arbeit ein wenig aufzubessern, bieten eine willkommene Abwechslung im meist sehr monotonen Alltag.

Arbeit bedeutet unter anderem auch Qualifizierung, das Gefühl, gebraucht zu werden, bessere Identifikation mit dem Gastgeberland und auch Integration. Ob Rasen mähen, jäten, Entrümpelungen, Hilfe bei Übersiedlungen oder beim Fensterputzen - die jungen Männer aus dem Haus Karim freuen sich über jeden Auftrag! Die Asylwerber bekommen für ihre Tätigkeit eine Spende, die direkt den Asylwerbern und dem Projekt Nachbarschaftshilfe zugute kommt.