Äthiopien – junge Mädchen auf einem hoffnungsvollen Weg in die Zukunft

21.07.15 / 14:53

Gruppenfoto vor dem Girlshostel in Ähtiopien. Mädchen und junge Frauen posieren vor dem Hostel im Garten. Sie sind bunt in allen Farben gekleidet.

Caritas-Mitarbeiterin Nicole Heim berichtet von ihrer Reise nach Äthiopien und erzählt von ihrem Besuch im Girls Hostel – einem Zufluchtsort für junge Mädchen, denen das Leben schon früh übel mitgespielt hat.

150 km von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, entfernt liegt die Stadt Meki. Dort auf dem Areal der Meki Catholic School befindet sich auch das Girls Hostel – ein Zufluchtsort für junge Mädchen, die dort Schutz und neue Perspektiven finden.
Caritas-Mitarbeiterin Nicole Heim hatte kürzlich die Gelegenheit sich selbst ein Bild von dieser Einrichtung zu machen, die maßgeblich durch Spendengelder aus Vorarlberg finanziert wird.

Seit etwas mehr als einem Jahr leitet Frehiwot, eine junge Frau, das Haus. „Sie ist erst 25 Jahre alt und dennoch schon in dieser verantwortungsvollen Position“, so Nicole Heims erster Eindruck. „Dabei strahlt sie eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus. Das macht neugierig, mehr von ihrer Lebensgeschichte zu erfahren.
Und Frehiwot nimmt sich gerne die Zeit und erzählt über ihr Leben. Frehiwot war ein Waisenkind – ihren Vater kannte sie nicht, ihre Mutter starb früh. Zusammen mit ihrer Schwester wuchs sie in einem Waisenhaus auf. Der Gedanke an ein besseres Leben mit Zukunftsperspektiven war ihr Ansporn, die Schule zu meistern und ein Studium zu absolvieren.
Sie wusste, dass sie eines Tages Kinder und Jugendliche, die in derselben Situation sind, mit aller Kraft unterstützen möchte. Daher hat sie die Leitung des Girls Hostels als Chance gesehen und übernommen.

Dort finden 30 junge Mädchen Schutz und ein neues Zuhause. Hinter jedem einzelnen Mädchen steht ein meist tragisches Schicksal. Viele von ihnen kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen.
Einige der Mädchen hier wurden vergewaltigt. In den meisten Fallen passierten die Übergriffe auf dem Schulweg oder während der Arbeit auf dem Feld. Männer kamen und nahmen sich, was sie wollten. Zurück blieben junge Mädchen, die heute nach mit den Folgen kämpfen“, erzählt Frehiwot.
Sie betont, wie wichtig es ihr ist, mit den Mädchen regelmäßig Gespräche zu führen, sie zu motivieren und auch psychologisch zu betreuen.

Was wünscht sie sich für die Mädchen?Mut und genug Kraft für das Leben. Durch Bildung können sie unabhängig und stark werden, damit sich für sie neue Zukunftsperspektiven eröffnen.“  

Der Besuch im Girls Hostel hat einen starken Eindruck bei Caritas-Mitarbeiterin Nicole Heim hinterlassen.Trotz der schwierigen Situation der Mädchen strahlen sie doch Zuversicht und ungeheuren Lebensmut aus“, sagt sie. „Mit ihrer Offenheit und Herzlichkeit haben sie mich tief berührt.
Und eines ist für sie klar: Dieses Hilfsprojekt ist durchdacht und strukturiert. Jene Mädchen, die im Girls Hostel leben, bekommen die Chance auf neue Zukunftsperspektiven. Ihr Leben kann sich zum Positiven ändern. Schön, dass sich die Caritas Vorarlberg dabei auf professionelle Partner vor Ort verlassen kann.

 

Sie wollen Mädchen wie diese auf ihren Weg in Unabhängigkeit unterstützen? Mit diesem Link haben Sie die Möglichkeit dazu. Danke

  • Girls Hostel in Äthiopien. Ein Mädchen kocht auf einem fliesernem Boden Tee.

  • Caritas-Mitarbeiterin Nicole Heim zu Besuch im Girls Hostel in Äthiopien. Sie sitzt mit einer Frau und einem Kind auf dem Schoß auf der Kante eines Brunnens im Freien. Alle bis auf das junge Mädchen sind dunkel bzw. schwarz gekleidet. Das Kind trägt ein rosarotes Oberteil mit einer beigen Strumpfhose.

  • Girls Hostel in Äthiopien. Ein Mädchen kocht auf einem fliesernem Boden Tee.
  • Caritas-Mitarbeiterin Nicole Heim zu Besuch im Girls Hostel in Äthiopien. Sie sitzt mit einer Frau und einem Kind auf dem Schoß auf der Kante eines Brunnens im Freien. Alle bis auf das junge Mädchen sind dunkel bzw. schwarz gekleidet. Das Kind trägt ein rosarotes Oberteil mit einer beigen Strumpfhose.