Die Jugend ist die Zukunft

11.08.15 / 12:25

Ein dunkelhäutiger Jugendlicher mit schwarzen, kurzen, gekäuselten Haaren und einem einem braunen Sakko lächelt in die Kamera. Im Hintergrund befinden sich eine Wiese und Bäume.
Zehn Kinder im Alter von etwa fünf und ein erwachsener Mann stehen vor einem grauen Haus. Die Kinder unterhalten sich gegeneinander und freuen sich dabei. Auch der Mann lächelt vorsichtig. Sie sind alle in unterschiedlichen Farben gekleidet. Das Gewand ist ein wenig dreckig und ausgewaschen.

Am Mittwoch, 12. August ist „Internationaler Tag der Jugend“. Durch diesen von den Vereinten Nationen ausgerufenen Gedenktag soll besonders auf die Situation von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt aufmerksam gemacht und Veränderungen bewirkt werden.

In vielen afrikanischen Ländern, aber auch in Syrien können junge Menschen von einer unbeschwerten Jugend nur träumen. Krieg und Hunger sind Alltag, oft mangelt es am Nötigsten, wie Wasser oder medizinischer Grundversorgung.
Die Caritas Vorarlberg setzt sich in verschiedensten Projekten für Jugendliche im In- und Ausland ein. Dani Kondre ist einer der Jugendlichen, der davon profitiert. Er ist 13 Jahre alt. Er lebt in einem kleinen Dorf südlich der äthiopischen Stadt Meki und hat gerade als Klassenbester die sechste Schulstufe abgeschlossen. Auf seinen späteren Berufswunsch angesprochen, hat er eine klare Antwort: „Ich möchte Doktor werden.“ Er wäre der erste in seinem Dorf und träumt davon, anderen Menschen helfen zu können. Sein Problem: Im Dorf gibt es keine Oberstufe und den Buben in die Highschool nach Meki zu schicken, wäre den Eltern zu gefährlich. Hier zeigt sich, dass Hilfe aus Vorarlberg sein Leben entscheidend verändern kann:
Denn in seinem Heimatdorf plant die Caritas nun den Ausbau der Oberstufe. Bildung bedeutet für den Jungen, dass er einerseits selbst in eine sichere Zukunft ohne Hunger blicken und als Arzt auch anderen Menschen helfen kann. Aktuell führt die Caritas Vorarlberg die „Kampagne gegen Hunger“ durch, dadurch werden auch spezielle Bildungs- und Ernährungssicherungsprojekte für Kinder und Jugendliche gefördert. Infos dazu: www.caritas-vorarlberg.at oder www.kinderweltweit.at.

Sich stark machen
In Vorarlberg setzen sich die JugendbotschafterInnen der youngCaritas für jene Kinder und Jugendlichen ein, deren Rechte oft mit Füßen getreten werden. „Uns JugendbotschafterInnen ist es nicht gleichgültig, wie die Erde Morgen aussieht. Es liegt uns am Herzen, dass alle Kinder und Jugendlichen weltweit eine gerechte Chance haben“, betonen die rund zwei Dutzend Mädchen und Burschen im Alter von elf bis 18 Uhren. „Wenn jeder seine Rechte kennen und sich für deren Umsetzung einsetzen würde, hätten wir eine gerechtere Welt! Denn nur wer aktiv wird, kann auch was verändern.“ In vier Teams mit den Schwerpunkten Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung zeigen sie, dass jeder einzelne etwas verändern kann. Dies geschieht auf ganz vielfältige Weise, beispielsweise durch den Brief-Kontakt mit jungen Menschen in Äthiopien oder durch Workshops an Schulen. Denn Kinder haben ein Recht auf Leben, auf Überleben, auf Entwicklung. Kinder haben ein Recht auf Bildung. Und ein Recht, dass ihre Anliegen gehört werden. Das ist schon in den UN-Menschenrechtskonventionen so verankert. „Kinder sind nicht unsere Zukunft, sondern unser `Jetzt und Heute´“.