Gute Erfahrung mit Selbstversorgung der Flüchtlinge

12.08.15 / 13:04

Zwei Flüchtlinge aus dem Nahen bzw. Mittleren Osten, eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter, stehen vor einem Flüchtlingsheim. Sie sind beide schlicht und warm bekleidet. Die Mutter trägt neben einer dicken Jacke auch eine blaue Kopfbedeckung. Beide lachen dabei und sind glücklich.

In den von der Caritas Vorarlberg betreuten stationären Flüchtlingsquartieren versorgen sich die Flüchtlinge selbst. Sowohl für das Kochen als auch für die Reinigungsarbeiten sind die von der Caritas betreuten Flüchtlinge selbst zuständig.

Die mediale Berichterstattung über die Protestaktion von Flüchtlingen in einem Großquartier in Dornbirn, im Rahmen derer sie sich über ihre Unterbringungssituation beschwert haben, hat in den vergangenen Tagen auch zu zahlreichen Anfragen an die Caritas geführt. Die in Kritik stehende Unterkunft wird von einer anderen Organisation und nicht von der Caritas Vorarlberg betreut und wir können daher zur konkreten Situation vor Ort keine Auskunft geben.

In allen von der Caritas betreuten Quartieren sorgen die Flüchtlinge nicht nur für ihre Mahlzeiten selbst, sondern erledigen auch die dafür notwendigen Einkäufe eigenverantwortlich. Dafür bekommen sie 200 Euro Lebensunterstützung pro Monat und erwachsener Person plus 40 Euro Taschengeld. Weiters werden alle BewohnerInnen zu Reinigungs- und anderen Arbeiten in den Quartieren nach Plan eingeteilt. Diese Vorgangsweise hat sich bewährt und trägt auch zur Aktivierung der BewohnerInnen bei, für die es nach den oft traumatischen Erlebnissen in ihrer Heimat nicht immer einfach ist, hier bei uns einem annähernd normalen Alltag zu leben.