„Potentiale, die die Menschen mitbringen, als Chance sehen“

13.08.15 / 10:06

Bernd Klisch strahlt für ein Personalfoto. Er trägt ein hellblaues Hemd, eine Brille und hat kurze dunkle Haare.

Mag. (FH) Bernd Klisch übernimmt ab September 2015 die Leitung der Flüchtlings- und Migrantenhilfe der Caritas Vorarlberg. Der neue Fachbereichsleiter im Portrait:

Die Leitung der Flüchtlingshilfe der Caritas Vorarlberg vergleicht Bernd Klisch mit seinem großen Hobby, dem „Ultra-Trail-Running“ – dem Langstrecken-Berglauf: „Die Vorfreude ist sehr groß und ich bin sehr stolz, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen, gleichzeitig habe ich Respekt vor den doch sehr großen Herausforderungen, die derzeit zu bewältigen sind.“ Spannend findet der neue Fachbereichsleiter, dass er in der Flüchtlingshilfe ein politisch und organisatorisch höchst anspruchsvolles Aufgabengebiet zu bewältigen hat. Auch in ethischer Hinsicht gibt es einige Herausforderungen: „Wir setzen uns für Menschen ein, die in großer Not sind und erleben einerseits eine große Offenheit der Bevölkerung, andererseits aber auch Angst. Die aktuelle Flüchtlingssituation ist ein Thema, das die Bevölkerung spaltet.“

Bernd Klisch hat dazu eine klare Meinung: „Menschen, die bei uns als Flüchtlinge Schutz suchen, sind kein Problem, sondern ich finde vielmehr, dass das Potential, das sie in die Gesellschaft einbringen können, eine wertvolle Bereicherung für uns alle ist. Es gilt, dieses Potential zu fördern, damit die Menschen nach positivem Asylentscheid einen Platz in unserer Gesellschaft finden.“ In seiner künftigen Tätigkeit möchte er ein spezielles Augenmerk in die Begleitung von jugendlichen Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern nach Vorarlberg kommen, legen: „Sie sind in einer Lebensphase, die entscheidend für ihre Zukunft ist. Sie sollen sofort in eine sinnvolle Tagesstruktur eingegliedert werden, damit sie in Vorarlberg Fuß fassen können.“

Die Caritas Vorarlberg ist schon seit vielen Jahrzehnten mit der Flüchtlingsarbeit befasst. Wie sich die Krisenregionen der Welt und damit verbunden die Flüchtlingsströme entwickeln, ist nicht absehbar. Umso wichtiger ist es für Bernd Klisch, „gemeinsam mit allen, die daran beteiligt sind, flexibel und pragmatisch schnelle Lösungen zu finden“.

 

Zur Person: Mag. (FH) Bernd Klisch
Jahrgang: 1963, Familie: Verheiratet, zwei Kinder
Berufliche Stationen: 20 Jahre Lebenshilfe (vom Zivildiener, über Mitarbeit im Wohnheim und Leitung Wohnhaus bis zur IT-Leitung, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaftlicher Leiter), Land Vorarlberg (Controlling), Geschäftsführer aks
Studium: Gesundheitsmanagement an der FH Krems
Hobbies: Ultra-Trail-Running, Chormusik