Für den einzelnen Menschen was bewegen

14.09.15 / 10:13

Die aktuelle Flüchtlingssituation beschäftigt und bewegt auch die JugendbotschafterInnen der youngCaritas stark. Sie erarbeiten nun Workshops und gehen damit an Schulen. Denn nur Wissen bringt Verständnis und wirkt gegen Angst und Vorurteile.

Gerade Kinder und Jugendliche sind sehr betroffen von den einzelnen Schicksalen, die AsylwerberInnen zur Flucht gezwungen haben. „Wir wollen helfen, manchmal hat man aber als Kind das Gefühl, dass wir hier nicht viel bewegen können“, erzählen die JugendbotschafterInnen der youngCaritas. Sie haben sich bei Projektleiterin Nicole Kantner versammelt, um zu diskutieren, wie sie sich auch hier für Kinderrechte einsetzen können. Denn in diesem Bereich etwas zu bewegen, das ist das erklärte Ziel dieses Caritas-Projektes.

Es macht keinen Unterschied, woher man kommt, es geht um den einzelnen Menschen und wie man ihm helfen kann“, geht etwa Dione vorbehaltlos an das Thema heran. „Österreich ist ein sicheres Land und dennoch weiß man nie, ob man nicht irgendwann selbst in die Situation kommt und flüchten muss“, gibt auch Daniela zu bedenken. Yaren begrüßt, dass immer mehr Initiativen in den Vorarlberger Gemeinden entstehen, um Flüchtlinge unterzubringen und sie unterstützen zu können. „Als Gruppe können wir sehr wohl etwas bewirken. Vielleicht nicht für alle Flüchtlinge, aber dennoch für einzelne. Und das zählt“, ist auch Kaya überzeugt. Nicole Kantner erzählt das Beispiel des Seesterns: „Ein Mädchen stand am Strand vor tausenden Seesternen, die angespült wurden und warf einige zurück. Ein verdutzter Beobachter machte sie auf die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens aufmerksam. Daraufhin nahm das Mädchen einen weiteren Seestern in die Hand, warf ihn zurück ins mehr und bemerkte: `Für diesen einzelnen Seestern ändert sich sehr wohl etwas´.“ Nico Kantners Bruder ist vergangene Woche in Eigeninitiative mit Hilfsgütern bepackt nach Nickelsdorf gereist ist, um vor Ort zu helfen.

Mit Workshops an Schulen möchten die JugendbotschafterInnen nun diese Botschaft auch anderen Kindern und Jugendlichen vermitteln. Ein Perspektivenwechsel und das Hinein-fühlen in die Situation von Flüchtlingen stehen dabei im Vordergrund. „Es geht nicht darum, Mitleid zu erregen, viel mehr sollen die Menschen offener werden.“ Vielleicht finden sich auch Gleichgesinnte, die sich am Projekt der JugendbotschafterInnen beteiligen möchten.

Projekt: Go4Future – JugendbotschafterInnen der youngCaritas

Anmeldeformular: vbg.youngcaritas.at
Kontakt: youngcaritas(at)caritas.at oder www.kinderweltweit.at