Ein Stück „Sonne“ aus Vorarlberg

15.09.15 / 14:58

Eine Luftaufnahme zeigt das Haus Emils auf einer großen Wiese. Dahinter sind Wohnblöcke und Berge.

Die Caritas und viele private Unterstützer und Firmen setzten in den vergangenen zwei Jahren ein Förderzentrum für Kinder mit Behinderung in Armenien um. Nun wird es eröffnet.

Der 26. September ist für viele Menschen in Armenien, aber auch hier in Vorarlberg ein Festtag: In Gyumri, der zweitgrößten Stadt in Armenien, steht die feierliche Eröffnung von „Emils Kleine Sonne“ an. Wie nie zuvor  ist ein Projekt in Vorarlberg  von so vielen Menschen, Firmen und Organisationen getragen worden. So gab beispielsweise Reiseunternehmer Emil Nachbauer - seit über 40 Jahren selbst im Rollstuhl  – mit einer äußerst großzügigen Erstspende den Startschuss für dieses erste Zentrum für Menschen mit mehrfacher Behinderung in Armenien.

Das Zentrum ist ein Leuchtturmprojekt in vielerlei Hinsicht. In Armenien werden behinderte Menschen häufig versteckt - gelten als Schande für die Familie - sie leben stigmatisiert am Rande der Gesellschaft. Gyumri soll nun ein Ort der Begegnung werden. Auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern wurde das neue Zentrum mit Therapieräumen, Werkstätten und vielem mehr errichtet. Im Endausbau werden fast 400 Kinder und Jugendliche in den Projekten betreut.

Durch den Einsatz vieler Freiwilliger aus Vorarlberg – von Lehrlingen bis hin zu pensionierten Elektrikern – und vieler Sachspenden konnten die Baukosten fast halbiert werden. Auch im Projekt selbst steckt „viel Vorarlberg“ drin: „In über 50 LKW-Zügen wurde vom Dachstuhl bis zu den Möbeln fast alles ohne große Probleme nach Armenien gebracht. Das Zentrum ist auch ein Bespiel für nachhaltige Bauweise – Holz aus Vorarlberg und Tuffstein aus der Region ergänzen sich geradezu ideal“, erzählt der Leiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, Martin Hagleitner-Huber. Die größte Photovoltaikanlage im Kaukasus und die ersten Wärmepumpen gewährleisten  die Energieversorgung. Schon jetzt kann Strom ins städtische Netz eingespeist werden. Bei einem kurzen Besuch  von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz wurde dieses Sozialprojekt als gelungenes Beispiel der österreichisch-armenischen Entwicklungsarbeit und als positives Signal für Armenien und seine Menschen bezeichnet. Seinen Dank richtet Martin Hagleitner-Huber aber auch an die zahlreichen Vorarlberger SpenderInnen, die ebenfalls ein wichtiger „Baustein“ für das Projekt sind. Infos: www.caritas-vorarlberg.at.
 
Emils Kleine Sonne
Spendenkonto:
Raiffeisenbank Feldkirch IBAN AT32 3742 2000 0004 0006, BIC RVVGAT2B422
Kennwort: Emils Kleine Sonne

oder hier online Spenden

  • Im Vordergrund hilft ein junges Mädchen einem kleinen Buben mit Beeinträchtigung beim Schuhe anziehen. Im Hintergrund sieht man 4 andere Mädchen.

  • Auf einem roten Sofa sitzt eine junge Frau mit einem kleinen Mädchen. Das Mädchen lacht und zeigt mit dem Finger auf etwas.

  • Zwei junge Buben halten sich gegenseitig und strahlen um die Wette. Beide tragen ein blaues Oberteil und haben dunkle Haare.

  • Im Vordergrund hilft ein junges Mädchen einem kleinen Buben mit Beeinträchtigung beim Schuhe anziehen. Im Hintergrund sieht man 4 andere Mädchen.
  • Auf einem roten Sofa sitzt eine junge Frau mit einem kleinen Mädchen. Das Mädchen lacht und zeigt mit dem Finger auf etwas.
  • Zwei junge Buben halten sich gegenseitig und strahlen um die Wette. Beide tragen ein blaues Oberteil und haben dunkle Haare.