AKTION.TROCKEN: Neue App unterstützt während Fastenzeit 2016

21.01.16 / 10:49

Ein junger Musiker hält eine Trompete in der Hand. Er hält ein Handy vor sein Gesicht, wobei man sein Gesicht durch das Handy sieht.

Weniger Alkohol, mehr Lebensqualität


Götzis. Am Donnerstag, den 21. Jänner 2016, präsentierten die Vertreter/innen der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe, der Caritas – Fachbereich Suchtarbeit, der Katholischen Jugend und Jungschar sowie des Vorarlberger Familienverbandes anlässlich der kommenden Fastenzeit die gemeinsame AKTION.TROCKEN. Die neu konzipierte AKTION.TROCKEN-Kampagne animiert zum bewussten Alkoholverzicht während der Fastenzeit und sensibilisiert für das Thema Alkoholkonsum. Unterstützt durch eine neue App (alle Infos unter www.aktiontrocken.com) sollen Teilnehmer/innen sich ihrer eigenen Konsumgewohnheiten sowie der Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums bewusst werden.  

Im internationalen Vergleich bezüglich Alkoholkonsum liegt Österreich mit im Spitzenfeld. „Alkoholkonsum ist in Österreich ein fixer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Es gibt kaum einen Anlass, bei dem nicht mit einem ‚Gläschen’ angestoßen wird. Kritisch wird es, wenn der Alkoholkonsum ein gesundheitlich gut verträgliches Maß übersteigt. Die Durchschnitts-Österreicherinnen und -Österreicher trinken pro Jahr an die zwölf Liter Reinalkohol – umgerechnet würde das einem jährlichen Bierkonsum von 270 Liter pro Person entsprechen. Auf die Fastenzeit bezogen würde eine Teilnehmerin beziehungsweise ein Teilnehmer der AKTION.TROCKEN so gesamt auf 34,5 Liter Bier verzichten“, macht Andreas Prenn, Stellenleiter der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe auf die Wichtigkeit der Aktion aufmerksam.

Die AKTION.TROCKEN präsentiert sich dabei in einem modernen und neuen Design, Testimonials „wie du und ich“ sind Fürsprecher/innen der Initiative und motivieren zur Teilnahme mit Hilfe der App – dem Kernstück der AKTION.TROCKEN-Kampagne.

Die Fastenzeit ist eine Einladung, sich mit den eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten auseinanderzusetzen. Die Menschen dabei zu unterstützen ist ein wesentliches Anliegen der Caritas sowie aller Träger der AKTION.TROCKEN. Die neue, moderne Kampagne sensibilisiert für das Thema Alkoholkonsum und animiert zum aktiven Alkoholverzicht während der Fastenzeit“, informiert Walter Schmolly, Direktor der Caritas Vorarlberg, und ergänzt: „Wir vier Träger der AKTION.TROCKEN hoffen, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Unterstützung der AKTION.TROCKEN-App die Erfahrung machen, dass weniger mehr sein kann. 40 Tage auf Alkohol zu verzichten ist nämlich auch die Chance, eine Erfahrung von Freiheit und Selbstbestimmung zu machen, weil man ganz bewusst Herr und Frau der eigenen Konsumgewohnheiten ist und die Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums unterbricht. In dieser Freiheit und Selbstbestimmung liegt Lebensqualität.“

AKTION.TROCKEN-App: Verzichtstage sammeln leicht gemacht

„Simon Buchhäusl, Stefan Feuerstein und Simon Libiseller, Schüler der HTL Dornbirn und Fabian Achammer, Student an der FH Oberösterreich – Campus Hagenberg, programmierten die App während der letzten Sommerferien bzw. im Rahmen eines Matura-Projekts. Die kostenlose App – verfügbar für iOS und Android – unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AKTION.TROCKEN beim Sammeln von alkoholfreien Tagen. Sie registrieren sich mit Geschlecht, Geburtsjahrgang und Bundesland, die Nutzung der App ist somit stets anonym und Rückschlüsse auf die Person sind nicht möglich“, erklärt Prenn und führt weiter an: „Die Userinnen und User können sich dann auch verschiedenen Gruppen anschließen und weitere Personen zu dieser Gruppe einladen. Dies ist vor allem für Betriebe, Institutionen, Vereine und im Freundeskreis interessant.“ Als Mitglied einer Gruppe kann man sich mit dem Gruppendurchschnitt vergleichen.

Die Ergebnisse der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bleiben geheim. Jeden Tag wird in der App vermerkt, ob Alkohol konsumiert wurde sowie wenn ja, bei welchem Anlass. Die „Reminder-Funktion“ der App erinnert die Teilnehmer/innen an ihre App-Einträge. „Übersichtliche Statistiken zeigen auf, wie viele Verzichtstage man bereits gesammelt hat, in welchen Situationen man einen ‚Joker’ gezogen hat und wie viele Verzichtstage noch vor einem liegen. Darüber hinaus sendet die App in regelmäßigen Abständen Tipps und motiviert zum Weitermachen“, ergänzt Nadin Hiebler vom Leitungsteam der Katholischen Jugend und Jungschar.

Betriebe beteiligen sich an AKTION.TROCKEN

Betriebe, die sich an der AKTION.TROCKEN beteiligen, erhalten umfassendes Info- und Bewerbungsmaterial für ihre Mitarbeiter/innen. Neben einem Folder für Geschäftsführer/innen, die Personalabteilung oder Betriebsräte mit allgemeinen Informationen zur Initiative gibt es auch einen kurzen Leitfaden, der die App und ihre Funktionen erklärt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Unternehmen profitieren dabei gleichermaßen von der Teilnahme. Zu den bereits genannten Vorteilen wie ein Mehr an Lebensqualität, kommt die gesteigerte Work-Life-Balance und Arbeitsqualität. Unternehmen profitieren darüber hinaus von der gesteigerten Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erläutert Walter Schmolly die Vorteile. Plakate in den Betrieben, aber auch in Arztpraxen sowie Gastro-Betrieben machen auf die AKTION.TROCKEN aufmerksam.

Aktion Trocken seit 1979

Im Jahr 1979 rief Pfarrer Wilfried Blum – damals Kaplan in der Pfarre Götzis – die Aktion Trocken ins Leben und motivierte Götzner Jugendliche in der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten. „Die Initiative war erst als kleine gemeinsame Aktion vor allem mit Jugendlichen angedacht, doch bereits im ersten Jahr beteiligten sich schon unzählige Götznerinnen und Götzner. Die Liste mit Personen, die während der Fastenzeit auf Alkohol verzichten wollten, wurde von Tag zu Tag länger. Ich freue mich sehr, dass die AKTION.TROCKEN 37 Jahre nach dem ersten Aufruf heute immer noch besteht und von diesen vier Institutionen mit so viel Elan weitergetragen wird“, so der Initiator, Pfarrer Wilfried Blum.

1.000 Nutzer/innen als ambitioniertes Ziel

Petra Grassl-Riederer, Fachbereichsleiterin der Suchtarbeit der Caritas, ergänzt abschließend: „Die AKTION.TROCKEN zielt auf die Bewusstseinsbildung im Umgang mit Alkohol ab. Wir möchten in den nächsten Jahren durch die neue App verstärkt zum aktiven Verzicht motivieren. Gemeinsam mit der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe, der Katholischen Jugend und Jungschar sowie dem Vorarlberger Familienverband sind wir ein starkes Team mit den gleichen Zielen. Wir wollen während der Fastenzeit 2016 mindestens tausend Menschen für die Nutzung der App begeistern.

 

Die Fastenzeit 2016 beginnt am Aschermittwoch, den 10. Februar 2016. Die AKTION.TROCKEN-App für iOS und Android wird ab 1. Februar unter www.aktiontrocken.com verfügbar sein.

Weitere Informationen

AKTION.TROCKEN
Andreas Prenn

SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe
Am Garnmarkt 1, 6840 Götzis
T  05523/54941
andreas.prenn(at)mariaebene.at  
www.aktiontrocken.com

 

Petra Grassl-Riederer
Suchtfachstelle der Caritas

Reichsstraße 173, 6800 Feldkirch
T 0650/2409350
petra.grassl-riederer(at)caritas.at

Pressekontakt
ikp Vorarlberg GmbH
Martin Dechant

Gütlestraße 7a, 6850 Dornbirn
T 05572/398811
martin.dechant(at)ikp.at
www.ikp.at

 

Nadin Hiebler
Junge Kirche Vorarlberg

Bahnhofstraße 13, 6800 Feldkirch
T 05522/3485-129
nadin.hiebler(at)junge-kirche-vorarlberg.at