Die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln und Caritas Vorarlberg bringen Strom nach Äthiopien

02.02.16 / 12:28

Ein Jugendlicher hält einen grauen Koffer in der Hand. Neben ihm steht auch ein Kind, dass den Koffer betrachtet. Schauplatz ist eine Werkstätte.

Nach dem erfolgreichen Aufbau einer Fotovoltaik Anlage für eine Schule in Nigeria (www.africhill.at) arbeitet die LFS Tulln am nächsten Solarprojekt für Afrika.

In Kooperation mit der Caritas Vorarlberg sollen Studenten in einem der ärmsten Länder Afrikas einen Solarkoffer bauen, der die Lebensumstände verbessern helfen könnte.

Der ENERGY-LINK–Solarkoffer besteht aus einem Solarmodul, angebracht auf der Außenseite eines Koffers. Im Kofferinneren  wird  der Strom in einem Akku gespeichert. Verbraucher können somit  in Form von 5V USB-Spannung, 12Volt Gleich- und 230V Wechselspannung versorgt werden. Eine hocheffiziente Leselampe am  ENERGY-LINK, dient als Schreibtischlampe.
Das ebenfalls vorhandene Multimeter in Verbindung mit vorgefertigten Übungsunterlagen dient für den praktischen Unterricht, um Messübungen durchzuführen.

Warum sollte gerade die Energieversorgung als vorrangig erachten werden, in einem Land in dem es an so Vielem mangelt?
Familienplanung, die Abschaffung der Beschneidung junger Mädchen, fragwürdige Meinungsfreiheit, fehlende Bildung, scheint hauptverantwortlich für viele dieser Defizite. In einem Land jedoch, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung länger als eine Tagesreise von einer befestigten Straße entfernt lebt, ist Lernen nach Sonnenuntergang oft nicht mehr möglich, genauso wenig wie das Schreiben von Hausübungen nach der Arbeit am Feld.
Auch ist in Äthiopien fehlende Kommunikation auf Grund eines leeren Telefon–Akkus oft katastrophal. Bei einer Verletzung, einer Blinddarmentzündung oder einer komplizierten Geburt kann daher die nötige Hilfe nicht mehr geholt werden.

Ziel des Projekts: nachhaltige Energieversorgung regional eingebettet

  1. Studenten an der Highschool in Meki (Stadt südlich von Addis Abeba ) die Nutzung dieser Technik lehren und mit ihnen diese Solarkoffer bauen.
  2. In einer kleinen Werkstätte die Koffer erzeugen, zum Verkauf anbieten und somit wieder Beschäftigung und Einkommen zu schaffen.
  3. Jeder Kofferbesitzer kann somit auch ein kleines Gewerbe zum Aufladen von Mobiltelefonen betreiben.

 

http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/831/

 

Kontakt:
FL Walter Wiesmüller, LFS Tulln
walter.wiesmueller(at)lfs-tulln.ac.at
www.lfs-tulln.ac.at

  • Eine Gruppe Jugendlicher hält Glaslampen in die Luft. Sie sind hell erleuchtet.

  • http://www.energiesparmesse.at

  • Eine Gruppe Jugendlicher hält Glaslampen in die Luft. Sie sind hell erleuchtet.