AKTION.TROCKEN: weniger Alkohol, mehr Lebensqualität

09.02.16 / 14:01

Eine Person mit grünem Oberteil notiert etwas in einem kleinen Heftchen mit der Aufschrift "Trink-Tagebuch".

In Vorarlberg motiviert die AKTION.TROCKEN seit Jahrzehnten dazu auf, in der Fastenzeit bewusst auf Alkohol zu verzichten. Neuerdings auch unterstützt durch eine eigene App.

 

Diese „40-Tage-Challenge“ liegt nicht nur voll im Trend, sondern hat gleichzeitig auch eine lange Tradition: Im Jahr 1979 rief Pfarrer Wilfried Blum – damals Kaplan der Rheintalgemeinde Götzis – die Aktion Trocken ins Leben und motivierte in erster Linie Jugendliche zum Alkoholverzicht während der Fastenzeit. Die Aktion soll gleichzeitig auch für das Thema Alkoholkonsum sensibilisieren.

Nicht ohne Grund: Im Internationalen Vergleich bezüglich Alkoholkonsum liegt Österreich mit im Spitzenfeld. Alkoholkonsum ist in Österreich ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Es gibt kaum ein Anlass, bei dem nicht mit einem „Gläschen“ angestoßen wird.

Kritisch wird es, wenn der Alkoholkonsum ein gesundheitlich gut verträgliches Maß übersteigt. Die Durchschnitts-ÖsterreicherInnen und –Österreicher trinken pro Jahr an die zwölf Liter Reinalkohol – umgerechnet bedeutet das 270 Liter Bier pro Einwohner. „Umgelegt auf die Fastenzeit würde eine Teilnehmerin, beziehungsweise ein Teilnehmer der AKTION.TROCKEN so gesamt auf 34,5 Liter Bier verzichten“, rechnet Petra Grassl-Riederer, Fachbereichsleiterin der Suchtarbeit der Caritas Vorarlberg vor.

 

Tausend App-User als erstes Ziel

 

Die AKTION.TROCKEN präsentiert sich dabei in einem modernen und neuen Design: Unterstützt durch eine neue App (zum Download auf www.aktiontrocken.com) werden TeilnehmerInnen ihre eigenen Konsumgewohnheiten sowie die Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums bewusst.

Drei Schüler der HTL Dornbirn – Simon Buchhäusl, Stefan Feuerstein und Simon Libiseller - programmierten diese App gemeinsam mit FH-Student Fabian Achammer im Rahmen eines Maturaprojektes.

Die Nutzung der App ist anonym. „Wir möchten in den nächsten Jahren durch die neue App verstärkt zum aktiven Verzicht motivieren. Gemeinsam mit der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe, der Katholischen Jugend und Jungschar sowie dem Vorarlberger Familienverband sind wir ein starkes Team mit den gleichen Zielen“, erläutert Petra Grassl-Riederer.

 

„Die Fastenzeit ist eine Einladung, sich mit den eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten auseinanderzusetzen. Die Menschen dabei zu unterstützten, ist ein wesentliches Anliegen der Caritas“, erklärt Petra Grassl-Riederer die Zielsetzung der Kampagne. Das erste Ziel - mindestens tausend User der neuen App – wurde bereits vor Beginn der Fastenzeit erreicht.

 

Angebot auch für Betriebe

Auch Betriebe, die sich an der AKTION.TROCKEN beteiligen, erhalten bei Interesse umfassendes Info- und Bewerbungsmaterial für ihre MitarbeiterInnen. Das Resümee: „40 Tage auf Alkohol zu verzichten ist auch die Chance, eine Erfahrung von Freiheit und Selbstbestimmung zu machen, weil man ganz bewusst Herr und Frau der eigenen Konsumgewohnheiten ist und die Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums unterbricht. In dieser Freiheit und Selbstbestimmung liegt Lebensqualität“, betont auch der Vorarlberger Caritasdirektor Walter Schmolly.

 

AKTION.TROCKEN

Eine Aktion der Caritas Vorarlberg gemeinsam mit der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe, der Katholischen Jugend und Jungschar sowie des Vorarlberger Familienverband.

Infos und App zum Download: www.aktiontrocken.com

Medienanfragen:

Elke Kager, Caritas Vorarlberg, T: 0676/884205038, E: elke.kager@caritas.at