„Hier hat immer jemand Zeit für mich“

25.02.16 / 10:25

Manchmal ist es Eltern nicht möglich, ihre Kinder nach Wunsch zu fördern. Beengte Wohnverhältnisse, Sprachprobleme oder eine Doppelbelastung von Beruf und Kindererziehung sind speziell bei AlleinerzieherInnen Gründe dafür. Die fünf Lerncafés der Caritas schaffen eine angenehme Lernatmosphäre. Mit verantwortlich für den Erfolg ist ein sehr engagiertes Team Freiwilliger.

Sie wollen Ärztin, Profifußballer, Polizisten, Tierärztin, Reiterin oder Modedesignerin werden – die Kinder im Lerncafé Götzis erzählen strahlend von ihren Zukunftsplänen. „Wenn man etwas unbedingt will, kann man es auch schaffen“, ermuntert die Koordinatorin des Lerncafés, Edda Borg, die aufgeweckte Kinderschar. Voraussetzung für einen erfolgreichen beruflichen Weg sind gute Noten und daran arbeiten die Kinder eifrig. Und sehr erfolgreich: Fast alle Kinder schafften im vergangene Jahr den Aufstieg in die nächste Schulstufe, beziehungsweise den Wechsel in einen Polytechnischen Lehrgang oder in eine andere Schule.

Unterstützt werden sie von einem Team Freiwilliger, gearbeitet wird in Kleingruppen mit maximal drei Kindern. Dietmar Mair ist einer der Freiwilligen, die im Lerncafé Götzis mithelfen. „Es ist eine sehr sinnvolle Beschäftigung in der Pension und man kann den Kindern viel Positives für ihr Leben mitgeben.“ Auch Anton Amann, der ebenfalls die Kinder beim Lernen unterstützt, nickt: „Zudem ist man auch selbst gefordert und das hält fit.“

Im Lerncafé Götzis gibt es fixe Rituale – so versammeln sich die Kids gleich zu Beginn des Nachmittags beim „Stammtisch“: Das ermöglicht ihnen ein ruhiges „Ankommen“, auch die Lerngruppen werden eingeteilt. „Die Kinder haben viel Handlungsfreiraum, es gibt aber auch fixe Regeln“, betont Edda Borg.

Nach dem Lernen und einer gemeinsamen, gesunden Jause ist für die Kids Toben auf dem Spielplatz angesagt. Zeit für die Koordinatorin, ein Anliegen anzubringen: Um die Kinder möglichst optimal zu fördern, sind in allen Lerncafés der Caritas in Rankweil, Götzis, Lustenau, Lauterach und Dornbirn weitere Freiwillige willkommen. Eine pädagogische Ausbildung ist dafür nicht Voraussetzung, vielmehr ist Geduld für die Vermittlung des Grundschulstoffs gefragt.

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