Eine wichtige Stütze für Menschen in Not im Land

25.02.16 / 16:18

Zwei Haussammler schütteln Eva Corn die Hand. Sie schauen sich gegenseitig an.

Not kann unvermutet und schnell eintreten. Etwa durch eine Krankheit, durch eine Trennung, durch Arbeitslosigkeit. Wie gut ist es dann, wenn man sich auf ein dichtes soziales Netz in Vorarlberg verlassen kann.

Über tausend Hausammlerinnen und- sammler tragen mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz im Monat März das Anliegen mit, Mitmenschen in Notlagen nicht im Stich zu lassen. Für die Caritas-Soforthilfen im Land ist dies eine ganz wichtige Stütze.

 

„Ich habe mich immer gefürchtet, wenn die Frau Lehrerin uns die Schularbeiten zurückgegeben hat. Seit ich im Lerncafé bin, sind meine Noten viel besser geworden. Jetzt bekomme ich die Tests gerne zurück.“ Nadesha ist neun. Sie weiß, dass es ihren Eltern sehr wichtig ist, dass sie und ihre Geschwister gute Noten schreiben. „Mama und Papa sind mit uns aber erst vor sieben Jahren nach Österreich gezogen. Sie tun sich sehr schwer, die deutsche Sprache zu erlernen und können uns bei den Hausaufgaben nicht helfen.“

So wie Nadesha werden in den insgesamt fünf Lerncafés im Land an die 170 Kinder aus Vorarlberg auf verschiedensten Ebenen gefördert. Ziel der Caritas-Lerncafés ist, Kinder dabei zu unterstützen einen positiven Schulabschluss zu erreichen, wenn Fördermöglichkeiten der Eltern nicht ausreichen. „Wer in eine gute Ausbildung investiert, der sichert sich die Grundlage für eine dauerhafte Erwerbstätigkeit“, ist man seitens der Caritas überzeugt. Die Lerncafés sind dabei eine bedarfsgerechte, innovative Antwort. 

 

Auch in der Beratungsstelle „Existenz&Wohnen“ wird jährlich durch Beratung, Begleitung und finanzielle Unterstützung in fast 2.700 Fällen mit über 5.500 betroffenen Menschen unter die Arme gegriffen. Ziel ist, das Leben der Betroffenen so zu verändern, dass sie in Folge ohne fremde Hilfe Schritte tun können, die ihnen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation ermöglichen. Das ist auch Dank der Spenden aus der Haussammlung möglich.

Sehr viel Positives bewirkt kann durch die Mittel aus der Haussammlung auch in der Wohngemeinschaft Mutter&Kind, in der Hospizarbeit, durch Sozialpaten sowie durch Sozialleistungen in den Pfarren werden.

 

Elisabeth Fuchs ist eine von rund 1000 Haussammlerinnen und Haussammler, die sich auf den Weg machen. „Es gibt genug Menschen in Not hier im Land, die Hilfe benötigen. Um dieser Not entgegenwirken zu können, braucht es Menschen, die dahinter stehen - so wie die Caritas."

Der Erlös der Haussammlung verbleibt vollständig in Vorarlberg.