Eine Reise ins Ungewisse

12.04.16 / 10:22

Wie fühlt es sich an, wenn Menschen alles verlieren und auf der Flucht sind? Mit dieser Frage beschäftigten sich kürzlich die Kinder der 3c Klasse der Volksschule Edlach. Sieben JugendbotschafterInnen begleiteten die Kinder bei dieser ganz besonderen Reise.

Ein grüner Koffer, jede Menge Karten mit verschiedensten Motiven und eine Gruppe von Kindern, die begeistert darüber diskutieren, welche Kärtchen mit Reiseutensilien Tomodatschi nun aus dem Koffer herausnehmen soll und welche Dinge er noch unbedingt für seine Weiterreise braucht.

„Schließlich bleiben nur mehr  zwei oder drei Dingen im Koffer zurück, die den Kindern - die ja ahnungslos in die Rolle eines Flüchtlings schlüpfen - am Ende der Geschichte mitunter gar nicht nützlich sind“, so Nicole Kantner, die diese Mitmachgeschichte geschrieben und umgesetzt hat. Die „Reiseleiter“ der Kinder sind die sieben JugendbotschafterInnen, die an diesem Tag die Kinder anleiten und ihnen das Thema „Flucht“ näher bringen. Mit kindgerechten Informationen und eindrucksvollen Bildern erfahren die SchülerInnen, wie es ist, alles hinter sich zu lassen und unter Lebensgefahr in ein anderes Land zu flüchten.

Klassenlehrerin Irmi Klocker: „Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei dieser Mitmachgeschichte dabei und haben sich gut in die Situation anderer Kinder hineinversetzen können. Mir ist es auch wichtig, meinen SchülerInnen das freiwillige Engagement der JugendbotschafterInnen näher zu bringen, denn ich halte es in dieser sehr egoistischen Welt für sehr wichtig, sich zu engagieren – und das kann schon in jungen Jahren sein!“

Nähere Informationen zu den JugendbotschafterInnen bei
Nicole Kantner: E nicole.kantner(at)caritas.at oder T 0664/2080451


Umfrage:


Jugendbotschafterin Ella, 15
Ich bin seit fast zwei Jahren Jugendbotschafterin und finde es super, dass ich vielen Kindern die Kinderrechte näherbringen kann. Das Thema Flucht interessiert die Kinder und sie machen bei der Geschichte super mit. Jugendbotschafterin zu sein macht mir sehr viel Spaß.

Jugendbotschafterin Kaya, 13
Ich finde es super, dass ich als Jugendbotschafterin etwas bewegen kann. Und mit dieser Mitmachgeschichte können viele Vorurteile und falsche Informationen entkräftet werden. Außerdem ist es mir sehr wichtig, über Kinderrechte zu sprechen.
Übrigens: Tomodatschi ist japanisch und bedeutet FREUND.


Lorenzo, 8
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Flüchtlingskinder tun mir leid. Ich werde nun viel mehr mit Flüchtlingskindern, die ich kenne, spielen und ihnen helfen, damit es ihnen bei uns gut geht!

Lisa, 9
Die Geschichte von Tomodatschi hat mir sehr gut gefallen und ich habe viel erfahren über Flüchtlinge. Ich bin sehr erschrocken, wie die Menschen in überfüllten Zügen flüchten und möchte in Zukunft den Flüchtlingskindern helfen und mit ihnen befreundet sein.