Äthiopien braucht unsere Hilfe!

07.06.16 / 10:05

Ein ganz dürrer Boden mit einem einzigen Grashalm. Der Boden ist braun und mit Rissen versehen.

Im Rahmen der Hungerkampagne im Juli und August bittet die Caritas um Unterstützung für Millionen hungernde Menschen für eines der ärmsten Länder der Welt: Äthiopien. Durch die Spendenbereitschaft vieler Vorarlbergerinnen und Vorarlberger können nachhaltige Projekte zur Verbesserung der Ernährungssituation für von Hunger betroffene Menschen umgesetzt werden.

„Im vergangenen Sommer habe ich Weizen, Hirse und Mais ausgesät. Aber dann hat es einfach nicht geregnet und die ganze Ernte ist auf dem Feld verdorrt“, erzählt die 35-jährige Bantu, Mutter von sechs Kindern. Schließlich musste sie auch ihre Tiere verkaufen und hielt sich mit dem Sammeln von Kuhdung über Wasser, den sie als Brennmaterial verkaufte, um ihre Kinder vor dem Hungertod zu bewahren.

Mehr als 10,2 Millionen Menschen sind in Äthiopien derzeit akut vom Hunger bedroht und bis mindestens Ende Oktober auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Zu lange dauerte die Dürre, zu intensiv war in Folge der Regen, der in weiten Teilen zu Hochwasser geführt hat. Die Situation ist dramatisch. „Denn erst im Oktober kann frühestens die neue Ernte eingebracht werden und den Menschen ein Überleben sichern“, so Martin Hagleitner-Huber, Leiter der Caritas Auslandshilfe.  

Was wir als Caritas tun können, um Familien, wie die von Bantu vor dem Hungertod zu bewahren?

An erster Stelle ist es die Nothilfe, die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen sowie Spezialnahrung, um die stark unterernährten Babys und Kleinkinder mit allem Nötigen zu versorgen. Als weiterer Schritt werden Ziegen und Schafe sowie Saatgut verteilt. Längerfristig werden Schulungen zu besseren Anbaumethoden angeboten. Was wir nicht beeinflussen können, ist das Wetter. Was wir aber – gemeinsam mit Ihnen – tun können, ist den Menschen vor Ort so zu unterstützen, dass sie gegen Naturkatastrophen besser gewappnet sind.

Setzen wir weiter gemeinsam Schritte, um den Hunger nachhaltig zu bekämpfen. Danke!
Erlagscheine liegen auch in allen Raiffeisenbanken und Sparkassen Vorarlbergs auf!

3 Stufen des Nothilfe-Programmes gegen den Hunger

Ernährung für Kleinkinder und Schwangere

Eine Mutter füttert ihr kleines Kind. Auf ihren Schoß sitzt noch ein Kind.

Wie soll eine Mutter ihr Baby ausreichend stillen können, wenn sie selbst Hunger leidet und ihre größeren Kinder nicht ausreichend versorgen kann?

Tausende Mütter sind in vielen Regionen Äthiopiens verzweifelt. Almaz ist eine dieser Mütter. Wir lernten sie bei der Verteilung von Spezialnahrung für Babys und Kleinkinder kennen. „Es ist ein Geschenk des Himmels und keinen Tag zu früh“, dankt sie der Caritas-Mitarbeiterin. 4,5 Kilogramm Aufbaunahrung sichern ihrem Baby im nächsten Monat das Überleben und verschaffen so den Eltern eine kleine Verschnaufpause im Kampf gegen den Hunger.

 

Mit 15 Euro versorgen Sie ein äthiopisches Kleinkind einen Monat lang mit Spezialnahrung.

Ernährungsprogramm für Schulkinder

Drei dunkelhäutige kleine Mädchen beim Essen im Freien. Sie haben alle große dunkle Augen und dunkle Haare.

Ein großer Teil der 800 Kinder, die die drei Missionsschulen in der Region Borana besuchen, hat einen Schulweg von über zwanzig Kilometern täglich zurückzulegen. Täglich um die sechs Stunden Fußmarsch in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit und deshalb meist mit leerem Magen zu gehen, das schaffen die Kinder nicht.

Seit Februar dieses Jahres gibt es für alle Kinder in den Missionsschulen ein warmes Mittagessen. Das trägt nicht nur dazu bei, dass sich der gesundheitliche Zustand der Kinder stabilisiert, es ermöglicht hunderten Kindern überhaupt erst die Chance zum Schulbesuch.

 

Mit 25 Euro sichern Sie einen wertvollen Beitrag zur Schulausspeisung in der Region Borana.

Kleintiere und Saatgut

Ein Foto im Grünen im Ausland. Viele Menschen und Kinder versammeln sich in einer Wiese. Sie sind alle dunkelhäutig und sehr bunt gekleidet.

Viele Kleinbauern hatten schlichtweg keine andere Wahl: Nach dem Ausbleiben der Ernte waren sie gezwungen, ihre Tiere – Schafe, Ziegen, Hühner und Ochsen – zu verkaufen, beziehungsweise zu schlachten; wissend, dass dies ihre prekäre Situation längerfristig noch zusätzlich verschärft.

Neben der Bereitstellung von Saatgut sind Nutztiere längerfristig eine wichtige Basis um zu überleben und für künftige Dürreperioden gewappnet zu sein. Nur so können die Bauern ihre Felder pflügen und den Ernteertrag verbessern und wieder Schafe und Ziegen züchten.

 

Mit 50 Euro unterstützen Sie Bauernfamilien durch den Ankauf von Kleintieren.