Kinder in Äthiopien hungern!

21.06.16 / 10:59

Ein kleines junges Baby liegt in den Händen von einer Mutter. Es ist dunkelhäutig und hat große braune Augen.

Eilmeldung! Wetterextreme: Kinder hungern und leiden.

Zunächst die monatelange Dürre, dann Unwetter und wieder Trockenheit. Trotz vieler Fortschritte in der Eigenversorgung führte diese Wettersituation der vergangenen Monate die Menschen in vielen Regionen Äthiopiens an den Rand einer Hungersnot. Vor allem Kleinkinder und schwangere Frauen sind durch Mangelernährung und Hunger von massiven gesundheitlichen Schäden bedroht.

„Ohne Soforthilfen kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Hunger viele Menschenleben fordert“, so Yetenayet Testaye, lokale Programm-Koordinatorin für die Hungerhilfe der Caritas Äthiopien.

 

Dramatisch: Mehr als vier Millionen Kinder von Hunger bedroht

Nach dem Ausfall der Ernten im vergangenen Herbst und der langen Trockenheit war bereits klar, dass ohne zusätzliche Hilfe von außen viele Menschenleben bedroht sind. Geschätzt rund vier Millionen Kinder – insgesamt zehn Millionen Menschen – sind durch die Wetterextreme in eine Hungersituation geraten.

Auch die äthiopische Regierung hat um internationale Mithilfe gebeten und unterstützt die Hilfsmaßnahmen vor Ort. Obwohl das Land wirtschaftlich im Aufschwung ist, leiden die Menschen unter den außerordentlichen Veränderungen der Wetterlagen. Acht von zehn Menschen sind direkt vom Ertrag der Felder und der Viehzucht abhängig. Ausgetrocknete und verseuchte Wasserstellen, verdorrte Pflanzen auf den Feldern, Saatgut, das in der Not aufgegessen wird, anstatt auf den Feldern für die nächste Ernte ausgebracht zu werden, prägen das Bild in dieser Region.

Eine junge Mutter hält ihr kleines Baby im Arm. Sie sind dunkelhäutig und tragen buntes Gewand.

Mit jedem Tag, an dem wir hungern, wird unsere Situation immer auswegloser. Ohne die Nahrungshilfe für meine jüngste Tochter, hat sie kaum Chancen, zu überleben. Jede Mutter kann meine Sorge um ihr Kind verstehen, ich bin so dankbar, dass wir nicht vergessen werden!

Ayana, Mutter der knapp einjährigen Sisay

3 Stufen des Nothilfe-Programmes gegen den Hunger

Ernährung für Kleinkinder und Schwangere

Eine Mutter füttert ihr kleines Kind. Auf ihren Schoß sitzt noch ein Kind.

Wie soll eine Mutter ihr Baby ausreichend stillen können, wenn sie selbst Hunger leidet und ihre größeren Kinder nicht ausreichend versorgen kann?

Tausende Mütter sind in vielen Regionen Äthiopiens verzweifelt. Almaz ist eine dieser Mütter. Wir lernten sie bei der Verteilung von Spezialnahrung für Babys und Kleinkinder kennen. „Es ist ein Geschenk des Himmels und keinen Tag zu früh“, dankt sie der Caritas-Mitarbeiterin. 4,5 Kilogramm Aufbaunahrung sichern ihrem Baby im nächsten Monat das Überleben und verschaffen so den Eltern eine kleine Verschnaufpause im Kampf gegen den Hunger.

 

Mit 15 Euro versorgen Sie ein äthiopisches Kleinkind einen Monat lang mit Spezialnahrung.

Ernährungsprogramm für Schulkinder

Drei dunkelhäutige kleine Mädchen beim Essen im Freien. Sie haben alle große dunkle Augen und dunkle Haare.

Ein großer Teil der 800 Kinder, die die drei Missionsschulen in der Region Borana besuchen, hat einen Schulweg von über zwanzig Kilometern täglich zurückzulegen. Täglich um die sechs Stunden Fußmarsch in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit und deshalb meist mit leerem Magen zu gehen, das schaffen die Kinder nicht.

Seit Februar dieses Jahres gibt es für alle Kinder in den Missionsschulen ein warmes Mittagessen. Das trägt nicht nur dazu bei, dass sich der gesundheitliche Zustand der Kinder stabilisiert, es ermöglicht hunderten Kindern überhaupt erst die Chance zum Schulbesuch.

 

Mit 25 Euro sichern Sie einen wertvollen Beitrag zur Schulausspeisung in der Region Borana.

Kleintiere und Saatgut

Ein Foto im Grünen im Ausland. Viele Menschen und Kinder versammeln sich in einer Wiese. Sie sind alle dunkelhäutig und sehr bunt gekleidet.

Viele Kleinbauern hatten schlichtweg keine andere Wahl: Nach dem Ausbleiben der Ernte waren sie gezwungen, ihre Tiere – Schafe, Ziegen, Hühner und Ochsen – zu verkaufen, beziehungsweise zu schlachten; wissend, dass dies ihre prekäre Situation längerfristig noch zusätzlich verschärft.

Neben der Bereitstellung von Saatgut sind Nutztiere längerfristig eine wichtige Basis um zu überleben und für künftige Dürreperioden gewappnet zu sein. Nur so können die Bauern ihre Felder pflügen und den Ernteertrag verbessern und wieder Schafe und Ziegen züchten.

 

Mit 50 Euro unterstützen Sie Bauernfamilien durch den Ankauf von Kleintieren.