Großes Engagement für Flüchtlinge im Montafon

24.06.16 / 13:18

Mehrere Menschen sitzen in einem langen Raum mit Holzboden.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages der UNO luden die Gemeinden Schruns und Tschagguns zu einem Danke-Treffen für engagierte BürgerInnen ein, die sich für Flüchtlinge und AsylwerberInnen im Montafon freiwillig einsetzen.

Eine beachtliche Zahl an Männern und Frauen trafen sich auf Einladung von Reinhard Winterhoff im Sternensaal in Schruns. Der freiwillige Koordinator in Sachen Flüchtlingshilfe in Schruns und Umgebung bedankte sich mit Kaffee und Kuchen bei den zahlreichen HelferInnen, die mit ihrem Einsatz die Integration von Flüchtlingen und AsylwerberInnen im Tal erheblich erleichtern.

Alle Fäden laufen beim engagierten Pensionisten zusammen, egal ob Deutschkurse, die Kleiderkammer, Patenschaften oder sonstige Hilfestellungen für die Flüchtlinge und AsylwerberInnen im Tal. Auch der Tschaggunser Bürgermeister und Standesrepräsentant Herbert Bitschnau betonte die Wichtigkeit des freiwilligen Engagements: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Dorfgemeinschaft stärken und sich dem Thema Flüchtlinge annehmen, trotz mancher bürokratischer Hürden.“

Zwei der engagierten BesucherInnen sind Miriam Piske, Geschäftsführerin der offenen Jugendarbeit Jam sowie Mitarbeiterin Nastasja Breny. Sie initiierten vor einigen Monaten in Schruns ein wöchentliches Frauencafé für Flüchtlingsfrauen, das sie ehrenamtlich betreuen. Nastasja Breny: „Wir wollten uns bei dem Thema Flüchtlinge selbst einbringen und haben uns überlegt, wie wir das am besten machen können. Uns ist aufgefallen, dass nur sehr wenige Flüchtlingsfrauen auf der Straße zu sehen sind und so wurde die Idee des Frauencafés geboren. Hier können sich die Frauen bei Kaffee oder Tee in einem geschützten Rahmen austauschen und neue Freundschaften schließen. Und wir lernen mit ihnen im Anschluss ein wenig deutsch“, so die engagierte Mutter.

Stimmen aus dem Irak
Auch einige Flüchtlinge nahmen an diesem bunten Nachmittag teil und so ließen es sich die beiden Geschwister Ula und Sura Said aus dem Irak nicht nehmen, den Gästen spontan ein Ständchen in ihrer Muttersprache zu singen. Annett Böttner, Regionalleiterin der Caritas Flüchtlingshilfe für das Montafon und das Klostertal, begann mit einem treffenden Zitat von Karl Valentin: „Fremd ist der Fremde nur der Fremde“.

Sie stellte die Arbeit der Caritas vor und bedankte sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Bevölkerung: „Derzeit leben 212 Flüchtlinge im Montafon, davon sind 174 AsylweberInnen und 38 Konventionsflüchtlinge. Sie sind in 21 Quartieren untergebracht und werden von den 14 BetreuerInnen, den Gemeinden und der Bevölkerung bestens unterstützt“, so Annett Böttner. „Es fand ein sehr reger Gedankenaustausch im Rahmen dieses Weltflüchtlingstags statt. Wir freuen uns auf das gemeinsame Sommerfest mit den Flüchtlingen am 6. August auf dem Kirchplatz in Schruns.“

  • Zwei junge Mädchen stehen nebeneinander und grinsen. Jeweils neben ihnen sitzen zwei Männer, die in ihre Richtung blicken.

  • Mehrere Menschen sitzen in einem langen Raum mit Holzboden.

  • Zwei junge Mädchen stehen nebeneinander und grinsen. Jeweils neben ihnen sitzen zwei Männer, die in ihre Richtung blicken.
  • Mehrere Menschen sitzen in einem langen Raum mit Holzboden.